Unikat-Verkaufsschau „Lust auf Schmuck“

Kunst & Design // Artikel vom 05.07.2014

Der Kauflustige hat die Qual der Wahl.

Wer sich in der Ausstellung „Höllenhund und Liebestaube“ Appetit geholt hat, kann bei der Verkaufsausstellung „Lust auf Schmuck“ fündig werden. Die Materialität spielt bei Schmuck natürlich eine große Rolle: Ob die Entscheidung für Lava oder Papier, Perlen oder Schmucksteine, in Gold oder Silber gefasst fällt, ob das Schmuckstück den Hals, den Arm oder Finger umschmeichelt oder sich hart von ihm abhebt, sagt nicht nur etwas über die Bequemlichkeit des Tragens, sondern auch über den Träger aus.

Mit dem Märchen von „Goldmarie und Pechmarie“ spielt Stefanie von Scheven: Kugelringe in Schwarz und Weiß, in die Blüten bzw. eingefärbte Spitze eingelassen sind, haben, wie auch die Arbeiten von Ursula Biskup, etwas Spielerisches. Bei ihr kommt die Inspiration vom Ballett, ihre gewundenen, filigranen Colliers sind ein Hauch von Nichts. Dagegen nimmt Annette Ehinger die Biegefähigkeit der Edelmetalle beim Wort: Ihre Bandringe und Reifen sind aus hart gefaltetem Metall, haben Knicke und Kanten – wahrscheinlich sind sie nicht bequem, aber auffällig allemal!

Spannend auch die Arbeiten von Claudia Diehl, die sie konsequent aus Papier herstellt, das gerollt und gewickelt fast malerische Qualitäten bekommt. Über 40 Designer zeigen an den zwei Tagen ihre Arbeiten und bieten sie zum Verkauf an. Bei dieser Vielfalt muss eigentlich jeder Lust auf Schmuck bekommen!

5.+6.7., 11-18 Uhr, Reuchlinhaus Pforzheim

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