Völkerverständigung

Kunst & Design // Artikel vom 01.07.2015

Es soll sie ja geben, die Ewiggestrigen, die der Markgrafschaft Baden als eigenständigem Regierungsbereich und dem Hauptstadt-Verlust Karlsruhes nachtrauern.


Letztlich hat aber der historische Zusammenschluss Württembergs und Badens zu Prosperität und Wachstum geführt und sollte – nach immerhin 63 Jahren Existenz – als nicht mehr wegdiskutierbares Faktum akzeptiert werden. Aber was wären politische Entscheidungen ohne die sie tragende Bürgerschaft, ohne die Kunst und Kultur, die sie mit Leben füllt? Unter diesem Aspekt kann die Ausstellung „Lose Bande“ gesehen werden, die in der Städtischen Galerie 38 aktuelle künstlerische Positionen aus der Wagenhalle Stuttgart präsentiert.

Die auf dem Nordbahnhof-Gelände befindliche ehemalige Lokomotiven-Remise hat sich zu einem lebendigen Kulturzentrum mit Veranstaltungen, Konzerten und Ausstellungen entwickelt; in den Ateliers, die sich in Waggons, Containern und Hallen befinden, arbeiten zahlreiche Kreative. Die jetzt in Offenburg präsentierte Schau zeigt Kunstwerke und Projektdokumentationen, um damit auch den Ort ihrer Entstehung mit seinem ganz besonderen Flair zu vermitteln.

Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, wie sich künstlerische Individualität und die gegenseitige Wahrnehmung dieser „losen Bande“ auf dem Areal befruchten. Mit dabei sind u.a. Ruth Baumann, Anna Lisa Cardinale, Peter Holl, Moritz Junkermann, Gabriela Oberkofler, Stefan Rohrer und Bernadette Wolbring. -ChG

bis 4.10., Städtische Galerie Offenburg

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