Von denen die auszogen

Kunst & Design // Artikel vom 23.08.2019

Was bedeutet kulturelle Identität und wie gehen Kunstschaffende damit um?

Der Kunstverein Landau bietet mehreren Künstlern die Gelegenheit, ihre Auseinandersetzungen mit kulturellen Mechanismen aufzuzeigen. In einer globalen Welt können unterschiedliche Kulturen miteinander verglichen, unterschieden, angepasst und ergänzt werden; Künstler lassen diese Beobachtungen mitunter in ihr Werk einfließen. Fundament und Bindeglieder der Ausstellung sind die Geburtstorte der teilnehmenden Künstler, da diese nicht in Deutschland liegen: Die Iranerin Mona Hakimi-Schüler reflektiert „Herkunft“ in ihren Selbstporträts, wobei der aus dem Irak stammende Fahar Al Salih sich dem Thema „Schutz“ hingibt.

Die Strukturbilder von Katarina Lehmann und die Collagen von Grigori Dor führen zu den Wurzeln nach Russland; anhand von Dokumenten hinterfragt Wataru Murakami aus Japan seinen Alltag; die gebürtige Brasilianerin Rosilene Ludovico dagegen sucht das Zeichenhafte von Linie und Spur. Im Fokus der Malerei des Äthiopiers Tesfaye Urgessa liegt Verletzlichkeit des Menschen, während der aus Mosambik stammende Belarmino Barros mit erdigen Farbtönen harmonische Klänge erzeugt. Die Schau zeigt, dass es keine unveränderlichen kulturellen Identitäten gibt, sehr wohl aber kulturelle Ressourcen und deren Veränderung. -asm

Vernissage: Fr, 23.8., 20 Uhr, bis 10.10., Kunstverein Villa Streccius, Landau

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