Walter Ophey

Kunst & Design // Artikel vom 24.02.2020

„Ich fühle mich in der Farbe am wohlsten“, sagte der rheinländische Maler Walter Ophey einmal.

Das sieht man: Ein starkes, mitunter fast rauschhaftes Farbempfinden beeinflusste die Gestaltung seiner expressionistischen Werke. Er war in erster Linie ein Landschaftsmaler, der seine unmittelbare Umgebung festhielt; aber genauso inspirierten ihn Reisen zu neuen Motiven, wo sich auch seine Palette veränderte. Als eines der jüngsten Mitglieder des „Sonderbundes“ war er am Aufbruch der Moderne ebenso beteiligt wie nach dem Ersten Weltkrieg an der Künstlerbewegung „Junges Rheinland“.

Die Ausstellung zeichnet den Werdegang Walter Opheys (1882-1930) von den frühen, lichtdurchsetzten Impressionen und Porträts zu den leuchtend expressiven Stadt- und Industrielandschaften nach. Außergewöhnlich sind seine farbigen Kreidezeichnungen, in denen er sich auf die Wiedergabe von Konturen beschränkte und die Linien zu einer Seite hin auswischte, um seine Motive strahlen zu lassen. Durch den frühen Tod des Künstlers geriet sein Werk bald in Vergessenheit, jetzt ist er mit über 100 Gemälden und Zeichnungen neu zu entdecken. -gepa

bis 10.5., Galerie Bietigheim-Bissingen

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