Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen

Kunst & Design // Artikel vom 19.06.2022

Der Körper gehört zu den ursprünglichsten Motiven in der Kunst.

In Körperbildern zeigen sich Schönheitsideale, Geschlechterverhältnisse und religiöse Vorstellungen. In der Moderne wird der Körper allmählich zerlegt – objektiv und geometrisch, aber auch subjektiv im Surrealismus. In der zweiten Hälfte des 20. Jhd. wird der Körper vom Objekt der Repräsentation zum Teilhaber am Kunstprozess. Gestische Malerei, Performance und Konzeptkunst, aber auch die Aktivierung des Publikums bringen ihn in Bewegung. Mit dem Untertitel „Intimität – Dekonstruktion – Interaktion“ zeichnet die Ausstellung „Körperbilder“ diese Entwicklung nach.

Zu sehen sind Werke von u.a. George Brecht, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner, Niki de Saint Phalle und Katharina Sieverding. Die Rudolf-Scharpf-Galerie zeigt derweil Installationen aus Stahl und glasierter Keramik von Lisa Seebach. Filigrane räumliche Strukturen eröffnen einen Raum für Erinnerungen. In der Ausstellung „Kabinettstück“ sind für den „Staats- und Förderpreis für das Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz“ und den „Preis des Handwerks“ 2022 nominierte Arbeiten aus den fünf Teilbereichen Keramik, Schmuck, Metall, Edelstein und Holz zu sehen. -fd

Körperbilder: bis 26.2.23, Kabinettstück: bis 19.6., Meisterschüler Karlsruhe: 27.6.-31.7., Wilhelm-Hack-Museum, Lisa Seebach: bis 6.6., Rudolf-Scharpf-Galerie, Ludwigshafen

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