ZART 2022: Kunstausstellung parallel zur „art“

Kunst & Design // Artikel vom 08.07.2022

Love Music Hate Racism

Die hiesige Kunstszene ist nicht nur durch Corona schwer in Mitleidenschaft gezogen, es mangelt nach dem Aus der Ateliers am Hauptbahnhof weiterhin an bezahlbaren Ateliers, an Ausstellungsflächen und damit Verkaufsmöglichkeiten.

Zuletzt kam das Aus für die Räume der Poly Produzentengalerie. Das Konzept des INKA Verlags, Kunst stets als Schwerpunktthema zu behandeln, ist bundesweit einzigartig. Einer der Gründe: Karlsruhe hat zwei Kunsthochschulen, sonst aber fast keine Geisteswissenschaften. Der Verlag legt daher seine im Corona-Sommer 2020 begonnene „Kunst für INKA“-Soli-Aktion wieder auf: Es soll parallel zur „art Karlsruhe“ eine Verkaufsplattform für hiesige KünstlerInnen und Gäste entstehen und der Verlag will selbst Mittel für die freie Kunstberichterstattung generieren.

INKA ist in der Schere zwischen Corona und extremen, durch den Krieg zusätzlich befeuerten Papierpreiserhöhungen weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Mit der neuen Kulturlocation P8 in der Schauenburgstraße in Bulach wurden Räume gefunden, die sowohl in- wie outdoor eine ideale Plattform bieten; zudem ist sie gut von der Messe Karlsruhe aus zu erreichen. Wünschenswert wäre eine Kooperation mit der Kunstmesse „art“, denn die Veranstaltung soll ja keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung durch die freie Kunstszene sein. Jeder Künstler hat mindestens ein Werk unter 500 Euro im Angebot. Kooperationspartner sind die UND Plattform (Ondine Dietz u. Joachim Hirling) sowie Martin Guß vom Querfunk.

Es wird keine „UND“-Neuauflage geben, aber natürlich sind bei den über 50 Künstlern auch solche aus Produzentengalerien dabei. Organisatorisch betreut wird die Schau von Joachim Hirling (UND/Produzentengalerie V12) und Roger Waltz, der auch Künstler einladen möchte, die dem INKA Verlag besonders verbunden sind. Es soll ein Outdoor-Künstlercafé im Idealfall mit Skulpturenpark und Environments geben sowie Infostände zu Afrika und der Antirassismus-Bildung. Auch die Atelierkünstler des P8 können an der Schau teilnehmen. Je nach Beteiligungsinteresse kann sich so die Teilnehmerzahl nochmals deutlich erhöhen.

Geplant ist ein dreitägiges Kunst-Event: Vernissage am Fr, 8.7., Ausstellung am Sa, 9.7. plus „INKA Afro Tunes“-Lounge outdoor mit Skulpturenpark und Künstlercafé, später indoor „Afro Tunes“-Party mit Martin Guß (Querfunk), Helen Osayame Ruppert, Roger Waltz u.v.a. Zur Finissage am So, 10.7. soll es eine Podiumsdiskussion und eine Kunstversteigerung geben. Wer mitmachen möchte, kann sich mit Fotos und einer kurzen Bio an zart@inka-magazin.de bewerben. -rowa

Fr-So, 8.-10.7., P8, Schauenburgstr. 5, Karlsruhe

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