ZKM-Tag & Writing The History Of The Future

Kunst & Design // Artikel vom 09.03.2019

Rechtzeitig zum 30. Jubiläum bot das ZKM dem Publikum ein prallgefülltes Programm von Führungen über Workshops bis zu Präsentationen.

Mit „Writing The History Of The Future“ werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem kaleidoskopischen Blick auf das Museum gebündelt. Zur Eröffnung konnten die Besucher einen Blick in die Sammlungsgeschichte des ZKM werfen – die größte computerbasierte Kunstsammlung weltweit. Wie sich mit der Digitalisierung sowie Automatisierung des künstlerischen Aktes die Rolle des Rezipienten maßgeblich verändert hat, wurde dem Publikum vom ZKM-Team eindrucksvoll vermittelt. Denn die Geschichte der Synthese von Kunst und Technologie seit den 1950er Jahren durfte nicht nur betrachtet, sondern aktiv erprobt werden: Durch Klatschen, Sprechen, Tippen oder auch Neukombinieren werden die Werke in Gang gesetzt, verändert oder gar erst erzeugt.

Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich in den Exponaten zu einer Vision. Ob eine Schreibmaschine, deren Papier zur Projektionsfläche umfunktioniert wurde und durch Abtippen von Buchstaben kleine Spinnentierchen herzaubert, oder eine Schultafel mit einem Computersystem gekoppelt längst Weggewischtes über den beweglichen Bildschirm wieder sichtbar werden lässt – das Werk bedarf der Partizipation des Rezipienten. Gemäß diesem Credo fand im Open Hub ein offener Workshop statt, bei dem sich ZKM-Mitarbeiter und -Besucher austauschen und ihre Assoziationen rund um „das Museum“ per Handy auf ein Onlineportal senden konnten.

Gedanken wie „Wunderkammer“, „Alles ist möglich“ wurden über eine virtuelle Wolke verfolgt und kommentiert. Auf einem kreativen Parcours entstanden gemeinsame Konzepte zum „Museum der Zukunft“. Denn wie Erinnerung konserviert und präsentiert wird, hat nicht nur Einfluss darauf, wie wir uns erinnern, sondern auch darauf, wie die Geschichte in Zukunft betrachtet wird. -mic

bis 28.3.2021; Teil II, 24.5., 19 Uhr, ZKM, Karlsruhe

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