Das Fest 2022

Popkultur // Artikel vom 21.07.2022

Das Fest (Foto: Steffen Eirich)

Bilderbuch (Fr), Jan Delay & Disko No. 1 (Sa) sowie Mike „Passenger“ Rosenberg (So) sind die Topacts beim „Fest“ 2022, das sich in gewohnter Tradition einen Trumpf in der Hinterhand hält.

Denn Start ist dieses Jahr bereits am Donnerstag, um dem Publikum nach zweijährigem Entbehren mehr Festivalzeit einzuräumen und das Programm zu entzerren. Tagestickets für die Hauptbühne gibt’s zu 15 Euro (statt bisher zehn) erstmals ausschließlich über www.eventim.de sowie an den regionalen Eventim-VVK-Stellen (plus min. 2,20 Euro Servicegebühr). Rund 70 Prozent des Programms von Süddeutschlands größtem Familienfestival mit Feld-, Kultur- und DJ-Bühne, Sportpark, „India Summer Days“-Dorf sowie „Mobi-Rummelplatz“ bleiben jedoch ebenso wie das einläutende „Vor-Fest“ (Do-Mi, 14.-20.7.) eintrittsfrei.

Feldbühne

Zum 25. Mal positioniert sich die vom Jubez bespielte Feldbühne, die einst Zeltbühne hieß, als alternative „Fest“-Stage. Den Auftakt machen hier die Local-Dark-Waver In Decision (Do, 17.30 Uhr), das „Dudefest“ präsentiert die belgischen Progressive-/Post-Metaler Hippotraktor (20 Uhr), bevor die auch aus zwei Männern bestehende Londoner Feminist-Post-HC-Band Petrol Girls (21.30 Uhr) zum Abriss ruft. Tags drauf stimmen die Sonnenblumen Of Death (Fr, 17 Uhr) als Publikumssieger des 2021er „New Bands Festivals“ ihren Death-Cloud-Heavy-Dark-Swing-Punk-Metal-Smasher „Wut unter’m Aluhut“ an. Die Indie-Post-Punks Kantine (18.15 Uhr), der Heidelberger Dominik Baer aka Bär (19.30 Uhr, Art-Pop) und das von Krautrock, Free Jazz sowie hypnotischen Afro-Sounds inspirierte audiovisuelle slowenische Trio Etceteral (21 Uhr) bereitet die Feldbühne fürs mit mehrsprachigem Rap, Soul, Funk, Reggae, Rock und afrikanischen Einflüssen aufwartende Freiburger Duo Zweierpasch (22.45 Uhr). Samstag gibt’s von 13 bis 17.15 Uhr noch mehr lokalen Output quer durch die Genres von Whitepaper (Indie-Rock) über Prala 76 (Hip-Hop) bis Atomic Schmidt (Pop). Top-Acts des Abends: die Schweizer Singer/Songwriterin Emilie Zoé (19 Uhr), das niederländische „Thaichedelia“-Quintett Yin Yin (20.45 Uhr) und das Kölner Global-Pop-Sextett Rasga Rasga (22.45 Uhr). Auf die Inklusionsband Ranzenblitz (So, 14 Uhr) folgen u.a. die von Geburt an blinde Kerstin Peters (Klavier/Ukulele, 14.30 Uhr), das Alternative-Pop-Duo Next Boy (15.30 Uhr) als Publikumslieblinge beim aktuellen „New Bands Festival“, die Rapperinnen Migerra (18.30 Uhr) und Ebow (20 Uhr) sowie Neo-Soulerin Sylvie Kreusch (21.30 Uhr).

Kulturbühne

Die ganze Kleinkunstbandbreite vereint die Kulturbühne schon zum Auftakt mit Kabarettist, Comedian, Pianist und Sänger Lars Reichow (Fr, 18 Uhr). Nach der Zauber-Comedy „Junge Junge!“ (19.30 Uhr) besingt Chanteuse und Musikparodistin Annette Postel (21.10 Uhr) zum krönenden Abschluss des ersten Abends argentinische Tangohits. An den folgenden Nachmittagen kommen ab 13 Uhr vor allem Kids auf ihre (Mitmach-)Kosten – bei Clownerie, Tanz, Theater und dem Flohzirkus Orquestra (So, 14.30 Uhr). Pianist Andreas Gundlach (18.15 Uhr) eröffnet den Samstagabend mit der „Quadratur des Kreises“ heiter-virtuos und was Ennio Marchetto (21.30 Uhr) später in Sekundenschnelle aus Papier macht, ist kaum zu fassen: detailgetreue Figuren von Stars und Promis. Magisch wird’s am Sonntag auch bei Andy Häusslers „Kraft der Träume“ (16.15 Uhr). Wer statt „Frau Antje und die Ukulele“ (So, 17.15 Uhr) oder „Murzarellas Music-Puppet-Show“ (19.30 Uhr) zu beklatschen lieber durch die Klotze promeniert, kann alles, was man auf einem Festival so in die Hand gedrückt bekommt, beim „Tausch-Rausch“ (20.45 Uhr) wieder loswerden. Aus den Mitbringseln ihres Publikums ersinnen die Tübinger Impro-Theatersportler Helge Thun und Jakob Nacken Szenen, Sketche und Lieder aus dem Stegreif.

Jazzclub @ Café- & Hauptbühne

Für Hochgenuss beim „Vor-Fest“ auf der Cafébühne sorgt der Jazzclub und schickt mit dem „Soulcafé“ (Mo, 18.7., 21.30 Uhr) seinen Local-Hero-All-Stars-gespickten monatlichen Erfolgsabend ins Rennen. Auch auf der Hauptbühne ist man prominent vertreten: in Person von Indra Rios-Moore (So, 24.7., 15 Uhr), New Yorker Jazzsängerin mit afro-amerikanischen-puertorikanischen Wurzeln und gerne als „weiblicher Gregory Porter“ bezeichnet, interpretiert mit charismatischer Stimme eigene Nummern wie auch bekannte Songs. -pat

Do-So, 21.-24.7., Günther-Klotz-Anlage, Karlsruhe
www.dasfest.de

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