Enjoy Jazz 2016

Popkultur // Artikel vom 02.10.2016

Zum Auftakt des Festivals im Rhein-Neckar-Delta gibt es gleich eine Ansage.

Die libanesische Band Mashrou’ Leila singt allen Widrigkeiten zum Trotz von Selbstbestimmung und Freiheit in Religion, Politik und Sexualität, musikalisch zwischen Arcade Fire, Jazz und arabischen Sounds verortet (So, 2.10., 20 Uhr, Stadthalle Heidelberg). Die Orientalische Musikakademie Mannheim bietet (u.a. geflohenen) Musikern die Chance auf Musikprojekte in neuer Umgebung und stellt sich am Fr, 7.10. mit syrisch-deutschen Acts vor (20 Uhr, Zeughaus, Mannheim).

Überhaupt steht Enjoy Jazz, wie Jazz überhaupt, im Zeichen interkultureller Durchdringung. Im Konzert von Tord Gustavsen (Piano) feat. Simin Tander (Vocals) laufen norwegische, deutsche, afghanische und US-amerikanische Stränge aus Musik und Lyrik zusammen (Sa, 8.10., Alte Feuerwache, Mannheim). Ein ganzer Block im Festival gehört der umtriebigen Pianistin Irène Schweizer, dieses Jahr 75 geworden, die mit Solokonzert (So, 9.10., 17 Uhr, Nationaltheater, Mannheim), Gesprächs-Matinee (9.10., 11 Uhr, SAS Institute, Heidelberg) und Portraitfilm (Sa, 8.10., 17 Uhr, Karlstorkino, Heidelberg) gefeiert wird.

Die Reihe „Tunneleffekt“ bohrt den Gang zu Clubsound und experimenteller Elektronik: Johannes Motschmann setzt Geigen und Synthies auf Ambient-Flächen und darke Drones (Di, 4.10., 20 Uhr, Halle 02, Heidelberg), der Electronica-Derwisch Gold Panda kitzelt die MIDI-Keys (Fr, 7.10., 21 Uhr, Karlstorbahnhof, Heidelberg), und Kraut-Legende Hans-Joachim Roedelius tut sich mit dem Pianisten Christoph H. Mueller zusammen (Fr, 14.10., 20 Uhr, Das Haus, Landau). -fd

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