Eskobar, Moneybrother, The Cinematics

Popkultur // Artikel vom 29.02.2008

Als bekennender Bundesliga-Fan und Feind der Champions League darf man die Ausweitung der Jägermeister Rock:Liga durchaus kritisch sehen.

Gerade mal ein Eigengewächs befindet sich unter den zwölf Bands in der Gruppenphase. Und warum müssen sich (halbwegs) anständige deutsche Clubs eigentlich  Jahr für Jahr von stargespickten, aber entweder hoffnungslos überschuldeten spanischen/italienischen oder durch zwielichtige Milliardäre finanzierten englischen Clubs ins Bockshorn jagen lassen, nur damit die nationale Presse wieder die Unterfinanzierung und damit Unterlegenheit des heimischen Fußballs herbeischreiben kann?

Aber internationale Wettbewerbe haben natürlich auch ihren Reiz: Mit Eskobar, einem Trio, das auf coolen, dezent melancholisch­en Brit-Pop setzt, sowie dem unver­gleichlichen Mo­neybrother aka Anders Wen­din, dessen Rock geradezu urwüchsig vor authentischem Soul tropft, kommen gleich zwei der Acts aus Schweden.

Aus Schottland reisen die jungen The Cinematics an, bei deren schöner Debüt-CD "A Strange Education" New-Order-Producer Stephen Hague an den Reglern saß: Sie spielen Indierock irgendwo zwischen Bloc Party und den Editors. Ein tolles Triple-Konzert für alle Fans von Indie-Pop, Soul-Rock und No Wave.

Die Spielregeln: ein Konzert, 45 Minuten, Sieg oder Niederlage. "Wichtig is auffe Bühne!" Fair Play garantiert ein elektronisches Applausometer, und das Finale mit den vier Gruppensiegern steigt am 17.5. in Berlin. -mex

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