Halle 14: Abschiedsfest

Popkultur // Artikel vom 13.06.2014

Die Halle 14 ist Geschichte.

Während der angeschlossene Verein Panorama bereits nach einer Nachfolge-Location sucht, sagt die Halle, die einem Kulturverbot im Rheinhafen zum Opfer gefallen ist (INKA berichtete), noch einmal ganz laut: „Auf Wiederhören!“.

Unter freiem Himmel. Zum Open-Air-Abschied im Hof vor dem Gebäude kreuzen nicht weniger als sieben Bands auf: Was H.Gicht genau sind, weiß keiner so richtig. Kunst, Wahnsinn, Müll, Warnwesten-Modeschöpfer, wie auch immer. Jedenfalls ziert die vielköpfige „Lady Dada“ das Abschieds-Line-Up genauso wie die Rapperin Sookee. Die selbsternannte „Quing von Berlin“ setzt sich für einen emanzipatorischen HipHop jenseits von Sexismus und Homophobie ein und hat ihr neues Album „Lila Samt“ am Start.

Love A haben Angst vor Eigenheim und Banalität, würden unerfüllte Sehnsucht manchmal am liebsten im Wodka ertränken – und sind dann doch voller Energie und Tatendrang, die sich ebenso in ihrem Sound zwischen Punk, NDW und Pop spiegeln.

Kein Halle14-Abschied ohne lokale Beteiligung – immerhin fanden rund 40 Künstler und Musiker Platz in den Proberäumen und Ateliers in der Nördlichen Uferstraße. Zum (Post-)Punk der Karlsruher Combo Norma Tengelmann gesellen sich der wavige Black Metal der Mannheimer Planks und der Punk „zwischen Eisberg und Titanic“ von „atmen, weiter...“ aus Landau. Ein würdiges Ende nach über 100 Veranstaltungen im Rheinhafen. Noch einmal: „Auf Wiederhören!“ Hoffentlich wortwörtlich. -fd

Sa, 21.6., 13 Uhr, Halle 14 (Hof)

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