Immer wieder Montag(s)

Popkultur // Artikel vom 28.03.2009

The Boomtown Rats sangen einst mit gutem Grund „I don’t like Mondays“.

Ob wohl aus dem Kohi bald ein „Aber wir!“ schallen wird? Dort spielt die Hamburger Band Montag, von deren Miniatur-Epen viele Deutschpophasser behaupten, sie hätten sie geradezu bekehrt. Hier sind nicht die üblichen Pseudoschnulzen-Poser am Werk (neue CD auf Tapete Rec.), sondern drei junge Herren, die mit ihrer Musik ganz tief in der Gefühlswelt graben.

Klingt nach viel Holz? Ist es auch. Die weitschweifigen Arrangements kriechen bis in den letzten Winkel der Bestandsaufnahme, die Stimme von Julian Friedrich drängt voran, aber sich nicht auf. „Es geht um das, was wir sagen und das, was wir nicht sagen“, singt er und trifft damit den Nagel auf den Kopf.

Montag zelebrieren die Zwischentöne in schillernden Farben. Und das auch live äußerst packend, wie Konzertaufnahmen online deutlich machen. Support ist die Karlsruher Alternative-Band Fire On Dawson, die seit 2005 mit authentischen Performances und kraftvollem Riffing die Welt beglückt. -er


Sa, 28.3., 21 Uhr, Kohi, Werderstr. 47, Karlsruhe
www.kohi.de
www.myspace.com/montagmusik

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 4 und 3.

WEITERE POPKULTUR-ARTIKEL





Popkultur // Tagestipp vom 15.11.2020

Das 2016 gestorbene sich stetig künstlerisch neuerfindende Pop-Chamäleon ist eigentlich unnachahmbar.



Popkultur // Tagestipp vom 24.10.2020

Die Karlsruher Kontrabassistin Rosanna Zacharias hat GitarristeBoris Frenzl und Jonas Stiegler (Drums) um sich geschart.





Popkultur // Tagestipp vom 24.10.2020

Als „schönsten Blume des Genres“ wurden sie im ZDF-Kulturmagazin „Aspekte“ anmoderiert.





Popkultur // Tagestipp vom 24.10.2020

Auch in diesen Zeiten ist ein Trip in unbekannte, ferne Welten möglich.





Popkultur // Tagestipp vom 23.10.2020

Zum 30. Mal lädt der langjährige und in KA heimisch gewordene BAP-Schlagzeuger Jürgen Zöller zur gemeinsamen Session.





Popkultur // Tagestipp vom 23.10.2020

Vom Theater aus hat sich die Pariserin Noëmi Waysfeld der Musik neu angenähert, die schon in ihrem Elternhaus präsent war.