Ina Müller

Popkultur // Artikel vom 13.11.2012

Ihr kesses Auftreten nach Müllerin Art zwischen duftem Kumpel und sexy Blondine findet bei beiden Geschlechtern Gefallen.

Nicht nur zum Tresentalk „Inas Nacht“, der feuchtfröhlichen Late-Night-Show aus Hamburgs ältester Hafenkneipe Schellfischposten; auch wenn sie singt, ob „op Platt“ oder ganz ungeschminkt über Trennungsschmerz, Orangenhaut, Arschgeweihe und die Anziehungskraft junger Männer.

Auf der „Das wär dein Lied gewesen“-Tournee zum dritten hochdeutschen Album rechnet die vollblütige Entertainerin mit verflossenen Liebschaften ab: 13 Lieder über 13 Beziehungen, und während der eine im Nachhinein „nicht mal für zweieinhalb Zeilen“ reicht, bekommt der andere immerhin noch ein doppeldeutiges „Ja, ich will“ zu hören.

Aber auch für einigermaßen klare Bekenntnisse bleibt Raum in träumerischen Balladen, poppig-amüsanten Up-Tempo- und erdigen Country-Rock-Nummern, vorgetragen mit dem einnehmenden Temperament, das diese gestandene Frau in ihren besten Jahren so anziehend macht. -pat

Fr, 16.11., 20 Uhr, Europahalle Karlsruhe

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