John Cale

Popkultur // Artikel vom 16.02.2023

John Cale (Foto: Marlene Marino)

Konzert des Monats!

Der knorrige Grandseigneur des Experimental-Pop ist live mit einem tollen Album – „Mercy“, dem ersten seit zehn Jahren – zurück. Vor fast 60 Jahren zog der junge Waliser nach New York und gründete mit u.a. Lou Reed, Nico und Andy Warhol The Velvet Underground. Und war ein Popstar! Statt mit der Künstlerband Velvet Underground in den Hippie-Olymp durchzustarten, spielte er lieber ekstatische Bratschen-Drones und war Mitglied des Ensembles von La Monte Young, dem aus dem Fluxus stammenden Minimal-Music-Pionier.

Er veröffentlichte große Soloalben wie „Music For A New Society“ oder sein vielleicht schönstes, „Paris 1919“, mit entrücktem Kammerfolk, aber auch staubig-knarzige Alben wie „Fear“ oder „Songs For Drella“ mit einem Lou Reed, der kaum den Mund aufmachen will. Jetzt ist der kreative Urgeist zurück mit einem zeitlosen Elektronikalbum, auf dem u.a. Laurel Halo, Sylvan Esso und Animal Collective mitwirken, es sind darke, zeitlos groovende Elektronik-Soul-Epen mit viel Raum für Cales Liebes- und Hoffnungs-Lyrics. -rw

Do, 16.2., 20 Uhr, Tollhaus, Karlsruhe

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