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Popkultur // Artikel vom 01.04.2007

Pink Cream 69 „In10sity"
(Frontiers/Soulfood)

Im 20. Jahr Bandgeschichte legen Pink Cream 69 ihr 10. Album vor und mit „In10sity) ist ihnen ein würdiges Jubilä­umswerk gelungen. Zwar offenbaren die 13 von Dennis Ward druckvoll in Szene gesetzten Tracks ihr Potential nicht auf Anhieb, doch nach mehreren Durchläufen wächst sich die CD zum Dauerbrenner aus. Vom rockenden Opener „Children Of The Dawn, über das super melodische „I’m not Afraid, das theatralische „Hour Of Freedom", das gewaltige „Stop This Madness" und das herrlich posige „Wanna Hear You Rock bis zum schönen Quotenballädchen „Last Train To Nowhere", hier wird zeitloser Melodic-Rock zelebriert. Besonders Sänger David Readman zeigt einmal mehr, dass er sich auch vor den ganz Großen seiner Zunft nicht zu verstecken braucht.


Diego „Demo" EP

Ausgereifter Indie-Pop, der sich wohltuend vom Emo-Hype abhebt und allein sich selbst verpflichtet bleibt. Als Vorgeschmack auf das Album (ab 1.6.) legen die fünf Karlsruher eine erstklassig produzierte EP vor, auf der sie zwischen Joy Division und Interpol ihren eigenen Stil finden, mal mit treibenden Gitarren, mal ruhig und melancholisch, aber immer mit einem kräftigen Schuss: „Auf, los geht’s!" Sehr gut!


Noisome „Noisome"

(Eigenverlag)

Infos zu Noisome sind zwar rar, aber sie kommen aus Karlsruhe. Zumindest Basser Freddy Joras ist ein Urgestein, den hat man schon in den 80ern auf der Szene gesehen. Was uns die zwei Jungs und zwei Mädels hier abliefern ist solide gespielter, melodischer, vornehmlich im Midtempobereich angesiedelter Garagen-Punk mit Frauengesang. Nicht spektakulär, aber dafür schön oldschoolig. Ein angenehmer Kontrast in Zeiten in denen jede Wald-und-Wiesen-Newcomerband vom Start weg die tollste, hippste, schönste und beste zu sein glaubt. Macht Spaß!


Vopa "Fauxpas"

Die Musiker vom Trio Vopá –Roland Spieth, Trompete, Axel Haller, Bass und Cornelius Veith, Gitarre nebst diversem wie Pappe und taperecorder – sind in Karlsruhe durch verschiedene Projekte in diversen Formationen bekannt als einfühlsame Improvisationsmusiker. Ihre CD „Fauxpas" (wie Vopá) hält einfach mal die Ergebnisse zweier Studio-Abende fest. Für den Hörer ist es zwar nicht anstrengend und sogar nachvollziehbar, aber die eigentlichen, wesentlichen Momente von Gruppenimpro kann eine CD nur schwer vermitteln. So klingts leider wie ein Sound-Teppich. Ein Konzert der drei musikalischen Freigeister ersetzt die Scheibe aber nicht.-hs
Trio Vopá, Fauxpas, Bezug: www.schraum.de

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