Nordic Sounds 2007

Popkultur // Artikel vom 02.11.2007

Der Auftakt der exquisiten Konzertreihe „Nordic Sounds“ mit skandinavischen Künstlern bringt uns mit Kristin Asbjørnsen (Fr, 2.11.) gleich mal eine Überraschung.

Die norwegische Sängerin, die man u.a. von ihrer Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Kjetil Bjørnstad kennt, legt mit „Wayfaring stranger“ (Emarcy) nämlich ganz un-nordisch ein Gospel-Album mit afro-amerikanischen Spirituals vor. Ähnlich wie Janis Joplin mit einer rauen, brüchigen Stimme gesegnet, stellt sie eindrucksvoll unter Beweis, dass man kein afro-amerikanisches Blut in den Adern braucht, um schwarze Musik zu intonieren.

Weiter geht es dann am Mo, 5.11. mit Värttinä, einem neunköpfigen Ensemble: Die drei Frauen singen in Karelisch, einem finnischem Dialekt, und die sechs Männer spielen die Instrumente. Traditionelles, folkloristisches Liedgut in modernem Soundgewand – kein Pop, kein Rock und auch keine Weltmusik. Mit dem Trompeter Nils Petter Molvaer und Audun Kleive (drums/sounds) kommen zwei Freigeister (nicht nur) der norwegischen Musikszene in die Stadt (Mo, 12.11.). An der Schnittstelle von zeitgenössischem Jazz, Avantgarde und elektronischer Klangtüftelei operierend, haben beide wegweisende Alben u.a. mit Bill Laswell, Bugge Wesseltoft oder auch schon mal tibetanischen Mönchen eingespielt. -th

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