Sido

Popkultur // Artikel vom 30.11.2008

Schenkt man dem inflationären Gebrauch der bösen f-Wörter nur bedingt Aufmerksamkeit, stellt man fest: Sido ist eigentlich ein ganz Netter.

Er nimmt sich und den buchstäblichen Hip-Hop-Zirkus nicht allzu ernst, hat die Selbstwahrnehmung als strauchelnder „Straßenjunge“ zu Gunsten von ehrlichem Bling Bling, nackten Weibern und klaren Worten längst ad acta gelegt und spielt freimütig mit allen nötigen Klischees – ganz so, wie es sich für einen echten Bilderbuch-Entertainer gehört.

„Ich werde einen Teufel tun und mich darüber beschweren, dass ich als der Bösewicht dastehe“, bringt es Sido auf den Punkt. „Ich werde nicht enden wie Roy Black, der Schlager gemacht hat und eigentlich im Herzen Rock’n’Roller war – ich mach schon das, was ich machen will.“

Auf der CD „Ich & meine Maske“, dem letzten Teil der Masken-Triologie, handelt es sich dabei um gewohnt provokante Nummern, große Beats und vor allem viel (Selbst-)Ironie. Alles wie immer also. Da werden sich die Moralapostel und Grantelgreise aber freuen! -er

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