Sophie Hunger sagt ab

Popkultur // Artikel vom 12.05.2009

Endlich mal ein Stück echte Musik, bei dem der Himmel nicht voller Geigen hängt.

Man nannte Sophie Hunger bereits „Folksängerin ohne Folk“, einen „Punk im Geiste“ und einen „weiblichen Bob Dylan“. Man verglich sie mit Leslie Feist und Cat Power. Man beschrieb die atemlose Spannung bei Konzerten. Trotzdem erfasste man die Songpoetin und ihre wunderbaren Kompositionen damit nur ansatzweise.

2008 gelingt Hunger mit ihrem zweiten Album „Monday’s Ghost“ (Universal) das Unglaubliche: Sie stürmt am Mainstream vorbei an die Spitze die Schweizer Charts. Seit Februar 2009 ist die CD auch in Deutschland erhältlich.

Die häufig in ernsthafte und bedeutungsvoll schimmernde Arrangements verpackten Töne vermitteln deutlich, was Sache ist, und der Ausdruck „authentische Performance“ ist also zur Abwechslung mal kein stumpfes Marketing-Geblubber. Hunger lebt und atmet Musik. Die Songs berühren, sind modern und zeitlos. Auch live.

Allerdings erst am 9.11., denn das für Mi, 13.5. angekündigte Konzert fällt wegen Krankheit aus. -er


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