Triband – „So Together“

Popkultur // Artikel vom 15.06.2009

Kein Stillstand. Triband haben sich weiterentwickelt. Sind geradliniger und weniger elektronisch geworden. Erwachsener.

Vieles ist anders, eines bleibt: Sie vermischen die unterschiedlichsten Stile zu zeitgenössischen, stets wandelbaren Sounds, über denen Sandie Wollaschs Charakterstimme thront. Hoch, clean, fast ein wenig mädchenhaft.

Weder ist das Album „So Together“ einfach „nur“ tanzbare Musik mit ein wenig verhuschtem Jazz, noch eine zu Oberflächlichkeit neigende Pop-Perle oder chillige Lounge-Mucke. Der Opener „Where Did All The Love Go“ und der Titeltrack klingen derart zerbrechlich und melancholisch, dass es einem ganz schwer ums kleine Herzlein werden kann. Das rhythmisch prägnante „Miss Baby Light“, aufgrund des schrägen, selbstironischen Videos bei Liveshows der Renner, kommt ein wenig dirty daher.

„Let Me Out“ ist Musik gewordene Ruhe in einem fragilen Arrangement. Beim 14-minütigen „In The Rosegarden“ mischen zahlreiche Gäste mit, darunter Laith Al-Deen und Edo Zanki. Kurzum: Die zwölf Tracks auf „So Together“ überraschen, sind aber immer erkennbar Triband. -er

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