Was tut sich eigentlich... im Radio Oriente?

Popkultur // Artikel vom 18.11.2013

INKA-Redakteur Patrick Wurster befragte Betreiber Zeynel Arslan und Booker Tunc Süzer zum Zehnjährigen.

INKA: Wie überlebt ein Musikclub mit diesem Programm ohne städtische Fördergelder?
Tunc Süzer: Das Überleben eines nichtgeförderten Kulturclubs steht und fällt mit der Akzeptanz des Publikums. Ohne die Gunst unserer Stammkunden stünden wir nicht vor diesem Tag! Was mit dem Manifest der Sonntags-Session begonnen hat, mauserte sich über die Jahre zum Geheimtipp für handgemachte Musik aus allen Genres, gespielt von Bands aus der Region und darüber hinaus. Der spätere Eintritt in die Club-Szene bescherte uns auch Zuwachs in der etwas jüngeren, tanzorientierten Klientel. Diese Mischung aus Livebühne und Club-Events konnte unseren Platz im Karlsruher Nachtleben sichern.

INKA: Die zu Gernot Zieglers Zeiten noch wöchentlich stattfindende „Jazz Bühne“ musste zurückstecken. Inwieweit machen euch Tollhaus und Jazzclub das Publikum streitig?
Zeynel Arslan: Subventionierte Häuser haben aufgrund der Förderung durch Land und andere Träger natürlich ungleich höhere Mittel zur Verfügung, können also auch Hochkaräter signen. Der Versuch, mittwochs eine feste Jazz-Bühne in Karlsruhe zu etablieren, ist uns zumindest zu Beginn gelungen – anfangs sogar noch zum Nulltarif!

INKA: Auch mit der Electro-„Swing Patrol“ dürft ihr euch als Trendsetter betrachten. Wie laufen die übrigen DJ-Dates?
Süzer: Die Clubroom-Veranstaltungen am Freitag und Samstag werden sehr gut angenommen. Neben den etablierten DJs Axel Dangerfreak, Kunststoff, Ben Weekender und Blechzong sowie den Selectas von Zapata Soundz haben wir immer wieder wechselnde Acts im Oriente. Von Electro, Indie, Funk, Soul und Pop bis hin zu Dancehall, Dubstep und Drum’n’Bass. Neu im Programm ist die „Prophet Night“, bei der The Curbside Prophets Surf-Rock und Reggae auflegen.

INKA: Was ist bei der Zehn-Jahre-Party am 6.12. geboten?
Arslan: Zum Jubiläum haben wir Acts eingeladen, die einen abwechslungsreichen Mix präsentieren. Es spielen Viviane de Farias, Teddy Schmacht, Tip Toe, Stadt im Glück, Hakan Cevik, Simon Zimmer und Alles wegen Günther. Zu späterer Stunde legen unsere Resident-DJs auf. Gespannt sein darf man auf den Karlsruher Künstler Rainer Kehres, der eigens für diesen Abend eine Lichtinstallation gestalten wird.

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Kommentar von NA |

Einziger unkommerzieller-kultureller-Musikclub in Karlsruhe ... Hut ab !

Kommentar von Spötter |

Die letzte Bastion der Karlsruher Subkultur! Alles andere wurde platt gemacht. Support your local bands!

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