Zeltival 2013: Viele Höhepunkte - weniger Besucher

Popkultur // Artikel vom 07.08.2013

Mit insgesamt über 19.000 Besuchern ging das „Zeltival“ 2013 zu Ende.

Gemischt beurteilten die Veranstalter des Sommerfestivals des Karlsruher Kulturzentrums Tollhaus den Verlauf des Jahreshöhepunkts, das mit seiner 19. Ausgabe sein bislang umfangreichstes Programm vorlegte und mit rund 340 Gästen aus mehr als 20 Nationen so viele Künstlern aufbot wie noch nie. Dennoch blieben die Besucherzahlen etwas hinter dem Vorjahresergebnis und damit den Erwartungen der Tollhäusler zurück.

Neben der Verlegung des Konzerts mit dem deutschen Reggae-Star Patrice auf den 16.10. als Nachholtermin gab es einige wenige krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen; zudem hatte das sommerlichste Wetter, das die „Zeltival“-Veranstalter je registrierten, offensichtlich zeitweise das Publikum vom Konzertbesuch abgehalten. Darunter litten weniger die bekannten Namen wie Konstantin Wecker, Ukulele Orchestra Of Great Britain, Axel Prahl oder Shantel, die wie gewohnt sehr gut besucht waren, sondern eher Neuentdeckungen, die hierzulande noch nicht auf große Fangruppen zählen können wie das kolumbianische Orchester Ondatropica oder die neuseeländische Moana.

Insgesamt war das „Zeltival“ mit seinen mehr als 30 Veranstaltungen an Höhepunkten reich: So markierten das eröffnende L‘Orchestre d‘Hommes Orchestres, das großartige vielköpfige Kyteman Orchestra, Trombone Shorty oder das Programm „Women‘s Voices“ in der Reihe „Acoustic Africa“ begeisternde Abende. Herausragend war auch das zweitägige Gastspiel der finnischen Race Horse Company, mit der die Zusammenarbeit fortgesetzt werden soll. Mit ihrem atemberaubenden Akrobatik-Theater lieferten sie den wohl  außergewöhnlichsten Beitrag, der zudem auf eine überraschend gute Publikumsresonanz stieß.

Altstars wie Jane Birkin und der bald 80-jährige Afrojazz-Star Manu Dibango lieferten mit ihren Konzerten ergreifende Abende, und der Jazztrompeter Wynton Marsalis weitete ob des begeisterten Publikums seinen auf maximal 85 Minuten geplanten Auftritt auf über zwei Stunden aus. Außer bei Marsalis, der in Karlsruhe eines von nur zwei Deutschlandgastspielen gab, wurde bei einer Reihe weitgehend exklusiver Konzerte Publikum auch von weither registriert, was die Strahlkraft des „Zeltivals“ weit über die Region hinaus unterstrich.

Im kommenden Jahr wird das 20. „Zeltival“ sein Programm aufgrund der dann stattfindenden Fußballweltmeisterschaft später aufnehmen und sich vermutlich auf einen kürzeren Zeitraum konzentrieren. -ps/pat

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