5. Karlsruher Wochen gegen Rassismus

Stadtleben // Artikel vom 10.03.2017

„Für eine offene Gesellschaft – gegen Hass und Rassismus“ spricht sich das Motto der fünften „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“ aus, die traurigerweise von Jahr zu Jahr immer noch bedeutender werden.

Nach der Eröffnung (Fr, 10.3., 19.30 Uhr, Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz) mit einer Ansprache der Hamburger Journalistin und Bloggerin Kübra Gümüsay startet ein bis zum 26.3. laufendes meist kostenloses Programm, das sich von Vorträgen und Diskussionen über Filme, Konzerte, Theater, Begegnungsveranstaltungen und viele weitere Aktionsformen erstreckt.

Den „Umgang mit Hass und Hetze im Netz“ diskutieren Medienexperten beim Praxistag „Hate Speech: Das muss doch mal gesagt werden!“ (Sa, 11.3., 10-17 Uhr, House Of Competence/KIT, Anmeldung: claudia.rauch@ekiba.de). Nicht selten geht es dabei um den Islam, der für viele nicht mit der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung zu vereinen ist. Ob das so zutrifft, klärt Prof. Dr. Mathias Rohe von der Uni Erlangen-Nürnberg in seinem Vortrag „Islam in Deutschland – Fakten, Chancen und Herausforderungen“ (Mo, 13.3., 19 Uhr, Ständehaussaal). Dass Ressentiments durchaus auf Knopfdruck entstehen können, beweist der einen Workshop dokumentierende Film „Der Rassist in uns“ (Di, 14.3., 17 Uhr, Tollhaus) von und mit Anti-Rassismus-Trainer Jürgen Schlicher.

Und wie weit rechtsextreme Gesinnungen bis in die Mitte der Gesellschaft reichen, zeigt „Gespaltene Mitte – Feind­selige Zustände (Do, 16.3., 19 Uhr, Tollhaus) anhand der jüngsten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Begegnungsraum schaffen der Dachverband islamischer Vereine in Karlsruhe und Umgebung, der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe und der Muslimische Studentenverein beim gemeinsamen Freitagsgebet am KIT (Fr, 17.3., 13 Uhr, Altes Stadion) mit Ansprache von OB Frank Mentrup.

Die schwer zu verkraftenden kulturellen Unterschiede aus der Perspektive eines Immigranten schildert Comedian Firas Alshater, der mit seiner Youtube-Serie „Zukar“ zum Internetstar geworden ist, in der Lesung „Ich komm auf Deutschland zu: Ein Syrer über seine neue Heimat“ (Mi, 15.3., 20 Uhr, Stadtbibliothek). Und Isis Chi Gambatté lässt in der Premiere ihrer Doku „Deutschland Deutschland“ (Mi, 15.3., 19.30 Uhr, Rathaus am Marktplatz) unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu Wort kommen. -pat

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