Buffalo Bill in Karlsruhe: So verzauberte er die Bewohner

Stadtleben // Artikel vom 24.03.2020

Foto: www.pexels.com/photo/large-bison-46188

Buffalo Bill ist einer der wohl bekanntesten Cowboys.

Berühmtheit erlangte er, wie schon sein Name verrät, als Büffeljäger. Mit seinen spektakulären Wild-West-Shows begeisterte er im 19. Jahrhundert unzählige Menschen in den Vereinigten Staaten. Auch in Europa war er auf Tour und machte sogar Halt in Karlsruhe.

Spektakuläre Show: Buffalo Bill's Wild West

Buffalo Bill, der mit gebürtigen Namen William Frederick Cody hieß, wurde 1846 im US-Bundesstaat Iowa geboren. Dass er ein begabter Jäger ist, stellte sich schon in jungen Jahren heraus. Erst waren es Hasen, später dann Bisons. Als Cody 21 Jahre alt war, stellte ihn das Eisenbahnunternehmen Kansas Pacific ein. Dort war es seine Aufgabe, die Beschäftigten mit Fleisch zu versorgen. Innerhalb von zwei Jahren erlegte er mithilfe seines Pferdes Brigham und seines Gewehrs namens Lucretia Borgia so viele Büffel, dass die Arbeiter ihn nur noch Buffalo Bill nannten. Nach Angaben des Spiegels erlegte er binnen 18 Monaten 4.280 Bisons und stellte damit zur damaligen Zeit neue Rekorde auf. Der Name blieb haften und war ihm für seine späteren Shows äußerst förderlich.

Buffalo Bill hatte ganz unterschiedliche Jobs, war beispielsweise einmal Armeescout sowie Theaterschauspieler in Wild-West-Stücken. Dadurch sammelte er Erfahrung und konnte sein Netzwerk an Bekanntschaften ausweiten, um schließlich im Jahr 1883 die Unterhaltungsshow „Buffalo Bill’s Wild West“ zu gründen. Das Konzept war vollkommen neu und zog unzählige Zuschauer in ihren Bann. Es gab waghalsige Rodeo-Einlagen, wilde Tiere, Kunstschützen und actionreiche Postkutschenüberfälle. Sogar Hunderte von Indianern hatte er für seine Shows engagiert. Der bekannteste von ihnen war wohl Sitting Bull, Indianerhäuptling des Sioux-Stammes.

Mit Sonderzug durch Europa

Nachdem er eine Zeit lang mit seinem Show-Trupp durch die Staaten getourt war, brachte er sein Spektakel nach Europa. Im Jahr 1891 macht er auch in einigen deutschen Städten Halt, darunter Karlsruhe. Dort trat er in der Südstadt auf. Den Bewohnern des Stadtteils wurde daraufhin der Spitzname Südstadtindianer, erteilt, der auch heute noch in aller Munde ist. Nach Angaben des Magazins „Schwarzwald aktuell“ rückte Buffalo Bill mit einem Sonderzug, der aus 43 Wagen bestand, an. Schon allein 175 Pferde waren mit dabei. An vier Tagen präsentierte der Showmaster sein einzigartiges Event und sorgte damit für allerhand Gesprächsstoff in Karlsruhe. So etwas hatte die Stadt noch nicht gesehen!  Das große Finale der Show war ein mitreißender Schaukampf zwischen Cowboys und Indianern.

Auch gut 100 Jahre nach seinem Tod im Jahr 1917 lebt Buffalo Bill in Form von Filmen, Büchern und Spielen weiter. „Buffalo Bill und die Indianer“ ist z.B. ein Spielfilm aus den 1970er Jahren, der Codys aufregendes Showleben widerspiegelt. In die Hauptrolle schlüpfte Paul Newman. Auch in der Welt der Computerspiele wird die Wild-West-Thematik gern aufgegriffen. In dem Action-Adventure „Red Dead Redemption“ aus dem Hause Rockstar Games begibt sich der Spieler auf eine Reise durch die Prärie, bei der Wolfsangriffe und Raubzüge zum Alltag gehören. In dem Videoslot „Dead Or Alive II“, das zum Beispiel im Cherry Casino gespielt werden kann, sorgen Symbole von fiesen Cowboys und taffen Ladys für eine abenteuerliche Atmosphäre. Bei dem Brettspiel „Western Legends“ kann man den Wilden Westen ohne vorgegebene Strategien oder Abläufe auf eigene Faust erkunden. Dem Spielemagazin „Fantasywelt“ zufolge sind die Möglichkeiten an Aktivitäten hier nahezu unbegrenzt.

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