Haushalt 2020: Gelder im Kulturbereich

Stadtleben // Artikel vom 16.04.2019

Haushalt (Foto: unsplash.com)

Theater, Orchester und Ausstellungen sind nicht als Events bekannt, mit denen besonders viel Geld verdient werden könnte.

Doch auch in Karlsruhe bereichern sie die Lebensqualität der kulturell interessierten Menschen wesentlich. Erneut wirft der Blick auf den Haushalt des kommenden Jahres die Frage auf, wer bei der Finanzierung der Offerten in der Verantwortung steht.

Gelder der Metropolregion

Der wohl größte Teil der Finanzierung geht auf die starke Wirtschaft zurück, mit der sich die Region Karlsruhe rühmen kann. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, die lokalen Angebote stetig weiter auszubauen. Inzwischen bietet sich die Möglichkeit, auch die Jugend als wichtigen Teil dieses Prozesses anzuerkennen. An der örtlichen Universität werden Jahr für Jahr viele neue Fachkräfte ausgebildet, die den Unternehmen dann zur Verfügung stehen. Ein wesentlicher Teil der Steuereinnahmen wird darauf verwendet, den Sektor der Kultur in Gang zu halten. So gegensätzlich die beiden Welten auf den ersten Blick auch sein mögen, so eng sind sie am Ende miteinander verzahnt. Dies gilt es bei der Betrachtung der Lage im Blick zu behalten.

Staatliche Einnahmen des Glücksspiels

Auch das staatliche Glücksspiel ist dafür bekannt, dass ein wichtiger Teil der Einnahmen kulturellen und gemeinnützigen Zwecken zugute kommt. Derzeit sehen sich die Angebote jedoch mit der starken digitalen Konkurrenz konfrontiert. Immer mehr Online-Casinos werben um die Spieler, die sie direkt auf dem heimischen Sofa ansprechen können. So manches Spiel konnte in diesem Rahmen gar Kultstatus erlangen. Wer Book of Ra Österreich spielen möchte, findet auf dieser Seite das passende Angebot. Insgesamt mehr als drei Milliarden Euro flossen dem deutschen Staat im vergangenen Jahr allein aus dem Bereich des Glücksspiels zu. Damit liegt auf der Hand, dass ein wesentlicher Teil dieses Geldes auch in Zukunft dafür aufgewendet werden soll, um die Kultur in der Region zu stützen und die Szene per se zu bereichern.

Private Donationen halten an

Doch es ist nicht nur die öffentliche Hand, der im Hinblick auf die kulturellen Angebote in Karlsruhe zu danken ist. Viele Theater, Museen und Ausstellungen werden auch von privaten Förderern begleitet. In der Regel handelt es sich hierbei um gut betuchte Menschen, die der Gesellschaft einen Teil dessen zurückgeben möchten, was sie ihr zu verdanken haben. Durch regelmäßige Spenden erhalten die Institutionen zudem die für sie so wichtige Planungssicherheit.

Auf der anderen Seite kann sich die private Spende bis hin zu noch höheren Summen aufschwingen. Letztlich gipfelt sie womöglich in der Erbschaft eines reichen Gönners. Obwohl die entsprechenden Zahlen nur sehr selten an die Öffentlichkeit gelangen, ist davon auszugehen, dass auf dieser privaten Ebene ein sehr wichtiger Teil der Gelder verschoben wird. Auch in Zukunft ist diesem Sektor demnach eine große Bedeutung zuzuschreiben.

In einer Zeit des wirtschaftlichen Wachstums war es auch in Karlsruhe stets möglich, attraktive Offerten und kulturelle Angebote zu entdecken. Die Frage wird sein, wie der Gürtel geschnallt werden muss, wenn die Steuern nur noch in einem geringeren Tempo in die Kassen fließen. Aufgrund des großen Rückhalts, der für die kulturelle Szene beobachtet werden kann, ist ein Erhalt der meisten Angebote jedoch sehr wahrscheinlich, die das Stadtbild schon in den vergangenen Jahren prägten.

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