Kahlschlag in der Weststadt

Stadtleben // Artikel vom 12.03.2020

Zuletzt hatte ich in Bezug auf die Blockrandbebauung mit Kahlschlag des Grünzugs in der Geranienstraße beim Berckholtzstift (Bauherr sind die ViDia-Kliniken) darauf hingewiesen, das Gartenbauamt habe sich mildernd in den Vorgang eingeschaltet.

Nun, es war über 18 Monate Zeit für die Stadt, diesen besonders krassen ökologischen Kahlschlag zu verhindern, der die Durchlüftung des ganzen Quartiers in der Weststadt massiv verschlechtert. Man hätte nur auf die Blockrandbebauung verzichten müssen – und können. Am 18.2. war dann Vollzug: Der Grünzug wurde abgeholzt, ohne dass der kirchliche Bauherr diesen Platz benötigt hätte. Biegt man um die Ecke in die Weinbrennerstraße, wo gar keine Blockrandbebauung geplant ist: auch alle Bäume weg. Am Grundstücksrand, wo sicher nicht gebaut wird, stand einer der schönsten und größten Magnolienbäume der Stadt. Seine Blüten zierten das Cover von INKA #115. Völlig irre.

Die Leiterin des Stadtplanungsamts, Anke Karmann-Woessner, wurde vom Autor Mitte 2018 um Intervention gebeten. Es geschah: nichts. Solche Söldnerinnen brauchen wir hier nicht, die die Zukunft nachfolgender Generationen in Beton gießen. Das ist Immo-Öko-Terror vom Feinsten, der nächste folgt demnächst im sogenannten Sophien-Carré wieder mit kirchlichen Bauträgern. Mit abgenickt von den Grünen. Zur Erinnerung: ViDia plant in Rüppurr beim Diak ein Parkhaus für bis zu 2.000 Pkw am Tag – erschlossen werden soll dieses mitten im Wohngebiet. -rw

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