Karlsruher Klimakollektiv protestiert gegen neues Steinkohlekraftwerk

Stadtleben // Artikel vom 21.05.2020

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages am 20.5. anlässlich der Hauptversammlung des Energiekonzerns Uniper, Betreiber des Steinkohlekraftwerks Datteln 4, haben Karlsruher KlimaaktivistInnen ihren Protest gegen die geplante Inbetriebnahme auf die Straße getragen.

Mit einer kreativen Kunstaktion, bei der ein symbolischer Steinkohlehaufen auf dem Hauptbahnhofsvorplatz aufgeschichtet wurde, verliehen sie ihrer Kritik an Uniper und der
Deutschen Bahn Raum. Auch an vielen anderen Orten in Deutschland und direkt am Kraftwerk gab es Proteste von verschiedenen Klimaschutzorganisationen. Voraussichtlich wird es mit Datteln 4 zu Mehremissionen von 30 Millionen Tonnen CO2 kommen.

„Datteln 4 zeigt einmal mehr, wie ernst es die Bundesregierung mit dem Pariser Klimaschutzabkommen nimmt. Erst den Kohleausstieg beschließen und dann ein neues Kraftwerk ans Netz nehmen, das ist klimapolitischer Wahnsinn“, so die Aktivisten. „Die finnische Regierung muss endlich ernsthaften Klimaschutz betreiben statt über Fortum und Uniper Anteil an diesem absurden Projekt zu haben. Die Deutsche Bank muss sofort ihre Investitionen in dieses und andere fossile Energieprojekte abziehen. Keine Finanzierung von fossilen Energieträgern! Auch die Deutsche Bahn muss sich entscheiden: Sie kann nicht ein Viertel ihres Stroms von Datteln 4 beziehen und sich gleichzeitig als Klimaschützerin darstellen!“. Mit dem Protest machten die Klimaaktivisten außerdem auf die ausbeuterischen Lieferketten der Steinkohle aufmerksam. -ps/pat

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