Kavantgarde verhandelt mit dem Tempel

Stadtleben // Artikel vom 12.02.2012

Eine Pressemeldung der aktuellen Pächter spülte das Thema etwas voreilig ans Tageslicht.

Der befristete Pachtvertrag des Café Havanna im Tempel läuft zum 31.8.2012 aus – und der Kulturverein verhandelt mit der Webplattform Kavantagarde über eine multikulturelle Nutzung des Café Havanna im Tempel. Die Kulturplattform führt seit einigen Jahren Musik-, Kunst-, Film- oder auch DJ-Events durch und suchte schon länger nach einer eigenen Location.

Gleichzeitig „konnten die Vorschläge des Kulturverein Tempel an die derzeitigen Betreiber, nicht nur ihre Salsa-Monostruktur zu betreiben, sondern sich kulturell etwas zu öffnen, nicht umgesetzt werden. Es ist für ein soziokulturelles Zentrum schön und bereichernd, auch Salsatanzabende anzubieten, kommerzielle Monokultur-Veranstaltungen am Wochenende können aber auch an anderen Orten stattfinden“, schreiben die Tempel-Macher, die gleichwohl natürlich der „lateinamerikanischen Musik und Kultur verbunden bleiben, wie sie vor Jahren vom Kulturverein Alturas mit seinem seinerzeit hochwertigen Konzert- und Kulturprogramm im Kulturzentrum Tempel aufgebaut wurde.“

Für das Café ist auch eine Tagesnutzung vorgesehen, die dem Austausch der vielen Kreativen auf dem Gelände und deren Besuchern dienen soll, aber sicherlich auch zur Belebung des Viertels beitragen wird. Auch wenn die Verhandlungen erst am Anfang stehen: Während derzeit alles auf den Osten und seinen Kreativpark und die Kreativ-Wirtschaft schaut, könnte hier eine weitere Aufwertung des kulturell eher mager versorgten Karlsruher Westens erreicht werden, eine besser austarierte kulturelle Balance der Stadt inklusive – erreicht nur durch eine kluge Kooperationsidee. -rw

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