Kein Radweg auf der Reinhold-Frank-Straße

Stadtleben // Artikel vom 01.06.2022

Zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto.

Wie gestalten wir die Mobilität von morgen in der Stadt? Im Karlsruher Gemeinderat gewann diese Diskussion in der Reinhold-Frank-Straße wieder der innerstädtische Platzhirsch. Die Grünen-Fraktion hatte gefordert, statt der Parkplätze für Autos die Wege für den Fuß- und Radverkehr zu verbreitern. Der gemeinsame Geh- und Radweg sei bislang „völlig unterdimensioniert“, begründete die Fraktion ihr Vorhaben. Auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung der Stadt ist die Frequenz des Radverkehrs besonders hoch. Der Weg sei tatsächlich ein bis zwei Meter zu klein, bestätigte die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme.

Allerdings seien auch Parkplätze knapp. Zudem genieße die aktuelle Lage Bestandschutz. Eine Abschaffung der Parkplätze solle daher abgelehnt werden. Die große Mehrheit des Gemeinderats schloss sich dieser Auffassung an. Bereits seit 2010 versuchte die Stadt, Vorgärten der AnwohnerInnen aufzukaufen, um mehr Platz für den Verkehr zu schaffen. Doch kaum ein Eigentümer wollte verkaufen.

Die Stadtverwaltung kündigte aber bis zum Ende des Jahres eine „grundsätzliche Neuplanung der Reinhold-Frank-Straße“. Um die Wünsche aller Verkehrsteilnehmer nach den geltenden Regelungen umzusetzen, sei der Querschnitt der Straße aber fünf Meter zu klein. Die Frage, wem die Straße gehört, wird auch nach der Neuplanung wieder Gewinner und Verlierer hervorbringen. -fk

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