Marktlücke & Kaldaune

Stadtleben // Artikel vom 19.10.2009

Auch wenn ich weiß, dass gewisse Notoriker hier schon wieder rummurren, so scheint die Anwesenheit des neuen Kammertheater-Intendanten Bernd Gnann für Karlsruhe ein echter Glücksfall zu sein.

Der umtriebige Schauspieler, der so nebenbei auch noch für TV-Serien wie den „Tatort“ oder „Alarm für Kobra 11“ vor der Kamera steht, hat nicht nur quasi aus dem Stand das blutleere Kammertheater mit einem tollen Programm wieder zu einer ernstzunehmenden Marke in Karlsruhe gemacht, sondern betreibt gemeinsam mit seinem Bruder sowie dem Gastronomen Hilmar Schäuble auch die mit dem Kammertheater assoziierte Marktlücke in der ehemaligen Krone am Marktplatz.

Das gleiche Team half auch Dirk Onescheit und seiner Kaldaune aus der Klemme, denn die Kaldaune gibt es unter diesem Namen nicht mehr. Viele Gourmets werden das auch als Domizil des Jazzclubs dienende Restaurant vermissen. Es ist schade und für den geplanten Kreativpark im Schlachtof bitter, dass es sich in dieser Form nicht getragen hat. Das gesamte wunderbare Interieur wurde übernommen, ab Mitte November wird die Kaldaune vermutlich unter dem simplen Namen „Schlachthof“ als normale Kneipe wieder eröffnet – bis dahin ist sie regulär zu den Jazzclub-Daten geöffnet und kann auch für private Feste und Feierlichkeiten gebucht werden.

Aber zurück zur Marktlücke: Die ehemalige Krone wurde – fast im Stil einer bayerischen, aber modernen – Kabarettbühne vom Kopf auf die Füße gestellt, komplett saniert, renoviert und neu eingerichtet. Im Obergeschoss gibt’s nun einen kleinen Veranstaltungsraum. Geboten ist eine gutklassige badisch-schwäbische Küche. Es gibt von 11-15 Uhr Mittagstisch zu fairen Preisen, so kosten die hausgemachten, riesigen und sehr leckeren Maultaschen mit Kartoffelsalat sieben Euro, Kürbistortellini 5,90 Euro und Rindergeschnetzeltes mit Spätzle 7,50 Euro, Spanferkelrollbraten mit frischem Marktgemüse und Schupfnudeln 6,90 Euro.

Zum Semesterstart wird für Studenten in einer Aktionswoche ab Mo, 19.10. günstiges, aber „amtliches“ Studi-Essen für 3,50 Euro angeboten, am Freitag, 23.10. findet zudem eine große Semestereröffnungsparty statt. Auf die Plattendecks kommt hier wie auch an den Wochenenden jeweils freitags/samstags von 23-5 Uhr ein Mix aus BritPop, elektronischem Funk sowie Disco-Classics wie NuDisco. Aber auch das reguläre Kulturprogramm kann sich sehen lassen.

Am So, 18.10. findet ein literarisches Frühstück mit Dr. Herzberger-Fofana statt, am Mo, 19.10. beginnt Cordula Hoepfner mit ihrer monatlichen Lesereihe „Fährten lesen“, die sie vom Woody-Allen-Opening bis zu Robert Gernhardt am 16.11. führt, am So, 1.11. gastiert das Figurentheater Inflagranti mit „Seitenklau bei Himmelblau“, zudem bildet die Reihe „Nachgefragt“, bei der SWR-Moderator Markus Brock Schauspieler des Kammertheaters zum Gespräch bittet, einen festen Bestandteil des Marktlücken-Konzeptes. Emil und Ritchie Müller waren bislang vor Ort, am So, 29.11. folgen Ralf Bauer und Pat Fritz.

Zudem spielt am Sa, 24.10. sowie vom 3.-5.11. Bernd Gann selbst in der Marktlücke sein gefeiertes Heinz-Erhardt-Programm „Die Made“ – mit Buffet, aber Einlass gibt’s nur für Männer („Nur für Frauen“ läuft schließlich im Kammertheater). Die Räume der Marktlücke können auch für private Feste/Feiern gebucht werden. Anfragen per E-Mail an info@karlsruhermarktluecke.de. -rowa

Marktlücke, Kneipe – Kultur-Restaurant, am Marktplatz
www.kammertheater-karlsruhe.de
www.karlsruhermarktluecke.de

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