Mehr Abwechslung für das Weihnachtsgebäck

Stadtleben // Artikel vom 13.11.2017

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei“...

Das Lied von Rolf Zuckowski ist ein wahrer Klassiker in der Weihnachtzeit. Und während sich die Kälte so langsam über Deutschland legt, freut man sich insgeheim schon auf gemütliche Stunden auf der Couch, in der einen Hand eine warme Tasse Kakao und in der anderen leckere Plätzchen. Um Vanillekipferl, Zimtsterne und Co. in diesem Jahr mal etwas aufzupeppen, kann man schon bei den Basiszutaten wie Mehl und Zucker für Abwechslung sorgen.

Zucker ist nicht gleich Zucker

Wenn man beim Backen auf Regionalität setzt, dann kann man beruhigt zu weißem Zucker greifen, denn dieser wird aus Zuckerrüben gewonnen, die in Niedersachsen wachsen und auch dort verarbeitet werden. Doch seinen schlechten Ruf hat weißer Zucker nicht umsonst, denn zu viel Zucker kann nicht nur Übergewicht und Karies verursachen, sondern auch Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen.

Heart traced over cinnamon powderBildrechte: Flickr Heart traced over cinnamon powder Marco Verch CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Doch mittlerweile findet man Alternativen zum Industriezucker, die sich auch zum Backen eignen. Kokosblütenzucker beispielsweise gilt als natürlicher Zuckerersatz, den es neben anderen Zuckeralternativen im Online-Sortiment von nu3.de gibt. Er wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und hat eine ähnliche Konsistenz wie Zucker, was ein wichtiger Faktor für einen gelungenen Plätzchenteig ist. Geschmacklich erinnert er an Karamell und verleiht dem Süßgebäck dadurch eine besondere Note.

Mit verschiedenen Mehlen experimentieren

Weizenmehl hat allein schon aufgrund seiner vielseitigen Einsatzbarkeit seine Berechtigung in den deutschen Küchen. Ob Brot, Pizzateig oder Gebäck – mit dem lockeren und feinporigen Weizenmehl Typ 405 gelingt jede Backware. Die Zahl entspricht übrigens dem Ausmahlungsgrad und Gehalt an Mineralstoffen – je höher dieser also ist, desto größer ist die Menge an Ballaststoffen, pflanzlichem Eiweiß und B-Vitaminen. Roggen- und Dinkelmehl haben hingegen nicht nur einen charakteristischen Geschmack, sondern regen durch ihre Quell- und Ballaststoffe auch die Verdauung an. Während es diese Mehlsorten in verschiedenen Ausmahlungsgraden gibt, kommt Vollkornmehl ohne Typenbezeichnung aus, denn es enthält alle Bestandteile des gereinigten Korns.

Man sollte beim Plätzchenbacken einfach ausprobieren, welches Mehl einem am besten schmeckt. Dinkelmehl hat beispielsweise ein nussig-süßliches Aroma, während ein Teig mit Vollkornmehl viel Feuchtigkeit braucht. Bei einer Glutenintoleranz kann man Weizenmehl durch Kokos- oder Mandelmehl ersetzen.

Mut zu Gewürzen

Zwar ist Kardamom das typische Weihnachtsgewürz für Lebkuchen und Spekulatius, doch aufgrund seiner Intensität setzt man es sonst nur selten ein. Dabei kann man mit Kardamom gerade durch seinen frisch-würzigen Geschmack das gewisse Etwas bei Plätzchen erzielen. In Schweden ist neben Kardamom auch Safran ein fester Bestandteil von Backwaren: Großer Beliebtheit erfreut sich das traditionelle Hefegebäck Lussekatt, zu deutsch Luciakatze, das traditionell zum Luciafest gebacken wird.

Unterschätzt wird auch der Geschmack einer echten Vanilleschote. Vanillekipferl werden meist nur mit Vanillezucker gebacken, dabei ist eine Vanilleschote viel intensiver im Geschmack. Am besten spielt man einfach mit verschiedenen Aromen und findet so die beste Kombination für die Weihnachtsplätzchen.

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