„Monuments Man“ Harry Ettlinger besucht Karlsruhe

Stadtleben // Artikel vom 07.02.2014

Der letzte „Monuments Man“ macht Heimaturlaub.

Harry Ettlinger, der mit seinen Eltern 1938 in die USA fliehen musste und als junger US-Soldat nach Deutschland zurückkam, sollte als Angehöriger der sogenannten „Monuments Men“ die von den Nazis geraubte Kunst sowie die aus den deutschen Museen ausgelagerten Kunstschätze aufspüren, in Sicherheit bringen und an die rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Im Salzbergwerk von Heilbronn fand er ein Selbstbildnis Rembrandts, das der Karlsruher Kunsthalle gehörte.

George Clooney hat die Geschichte der amerikanischen Kunstschutzoffiziere im Zweiten Weltkrieg mit großem Staraufgebot (u.a. Matt Damon, Bill Murray und Cate Blanchett) verfilmt. „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“ (Start: Do, 20.2.) feiert am Sa, 8.2. bei der „Berlinale“ seine Deutschlandpremiere. Auf Einladung der Staatlichen Kunsthalle und SWR2 reist Ettlinger anschließend weiter nach Karlsruhe.

Am Sa, 15.2. erzählt er in einem öffentlichen Podiumsgespräch in der Kunsthalle von seiner Mission bei den „Monuments Men“. Dort wird er auch das Rembrandt-Gemälde wiedersehen, das er am Ende des Zweiten Weltkriegs gerettet hat. Seine Gesprächspartner: Dr. Tessa Rosebrock (Provenienzforscherin der Kunsthalle Karlsruhe), Professor Dr. Christhard Schrenk (Heilbronn) und Thomas Adam (Bruchsal). Im Anschluss wird Ettlinger eine der höchsten Ehrungen des Landes Baden-Württemberg zuteil: Er bekommt die Staufer-Medaille in Gold. Der Eintritt ist frei, die Plätze sind begrenzt (Reservierungen ab Do, 13.2., 10 Uhr, unter Tel. 0721/926 33 59).

In der Schauburg gibt es eine Preview von „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“ (Mi, 19.2., 20 Uhr) mit anschließendem Publikumsgespräch, das der SWR-Filmexperte Herbert Spaich moderiert; Dr. Tessa Rosebrock setzt in ihrem öffentlichen Vortrag „Karlsruhe und die Monuments Men - Kunstbergung im Zweiten Weltkrieg“ (Mi, 26.2. 20.15 Uhr, Kunsthalle) das historische Schicksal der Kunsthallen-Werke mit der Darstellung der Ereignisse im Film in Beziehung. -pat

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 6.

WEITERE STADTLEBEN-ARTIKEL