Nachruf: Klarinettist Wolfgang Meyer

Stadtleben // Artikel vom 19.03.2019

Bis zuletzt gibt ihm die Musik Kraft und Zuversicht.

Mitte Februar kann man Wolfgang Meyer noch mit Peter Lehel im Mannheimer Jazzclub Ella & Louis hören – mit ihm hatte er zuletzt die bewegende CD „Nocturne“ eingespielt. Nur gut einen Monat später verliert der Klarinettist seinen langjährigen Kampf gegen den Krebs. Er stirbt am 17.3.2019 im Alter von 64 Jahren.

„Die Traurigkeit ist riesengroß“, schreibt der Saxofonist und Weggefährte in einem berührenden persönlichen Nachruf, den er auf Facebook veröffentlicht. „Die Dankbarkeit, dich gekannt zu haben und als Freund bezeichnen zu dürfen ist aber noch größer.“ Lehels Worte spiegeln den Kern der Begegnung mit Meyer, der bei so vielen Menschen mit seiner Musik, seinem inspirierenden Tun und seiner herzlichen Art etwas zum Klingen bringen konnte und daher nie vergessen sein wird.

1954 in Crailsheim geboren, konzertiert der frühere Rektor der Hochschule für Musik Karlsruhe als Solist und Kammermusiker weltweit, darunter auch mit dem Trio di Clarone mit Schwester Sabine Meyer und Schwager Reiner Wehle. Neben einem breiten klassischen Repertoire, das von Mozart bis hinein in die Gegenwart reicht, gehört die Liebe des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Musikers gleichermaßen auch dem Jazz.

In Karlsruhe etablieren Wolfgang Meyer und Christiane Domino 2008 mit der Hemingway Lounge einen Ort des musikalischen Austauschs, der sich mit Konzerten unterschiedlichster Couleur von Jazz bis Klassik und Crossover fest in der regionalen Kulturlandschaft verankert hat und auch stets der Förderung junger Künstler verpflichtet ist. -er

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