Schlachthof-(Re-)Openings: Fux, Fleischmarkthalle & Vanory

Stadtleben // Artikel vom 12.10.2019

Alter Schlachthof

Mit seinem Fux-Bau auf dem Viehhofflügel hat der Karlsruher Kreativpark den next Step gemacht, um das Cupertino am Oberrhein zu werden.

Zwölf Ex-Start-ups aus dem Seefrachtcontainer-Gründerzentrum Perfekt Futur sind (neben acht Quereinsteigern) ins neue Festigungs- und Expansionszentrum am östlichen Schlachthof-Rand umgezogen, mit dem Kreativunternehmen auf Wachstumskurs weitere 3.300 Quadratmeter samt Konferenzräumen und dem Coworking-Space Open Fux zur Verfügung stehen. Als ihr erster Ansprechpartner hat auch das K3 sein Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro ins 3. OG verlagert.

Wieder in Betrieb ist seit Ende Juni nach zweijähriger Sanierung und Modernisierung die 1887 im Neorenaissance-Stil erbaute denkmalgeschützte Fleischmarkthalle; zuvor bereits zehn Jahre als Experimentierraum für öffentliche Kunst- und Kultur-Events mit kleinem Budget, Gemeinbedarfseinrichtung für Studenten, Künstler und Kulturschaffende und Bürgerzentrum der besonderen Art etabliert. Aus dem aktuellen Hallenplan: die „Riaz Dan Vision Show“ (Sa, 12.10., 20 Uhr), mit der Karlsruhes Jungdesigner seine neue Fall/Winter-Kollektion vorstellt, und „Zwischenräume“ (Fr+Sa, 18.+19.10.), das Interkultur-Festival des Vereins Interkart. Optisch fallen die investierten 1,5 Millionen Euro (inkl. 800.000 Euro von Bund und Land aus dem Förderprogramm „Stadtumbau West“) nicht unmittelbar ins Auge: Die Tragstruktur aus Gusssäulen und Gewölbedecken prägt weiterhin den rauen Charakter des Raums, der nach dem Einbau einer Heizungs- und Lüftungsanlage sowie einer zweiten Fensterverglasungsebene in den Wintermonaten künftig auch ohne Thermokleidung nutzbar ist. „Lametta“-Gänger der ersten Stunde werden sich noch fröstelnd erinnern... Der Gussasphaltestrich verbessert außerdem die Akustik der von der Fächer GmbH verwalteten und bis zu 400 Besucher fassenden multifunktionalen 400-Quadratmeter-Halle; auch private Feiern sind in begrenztem Umfang möglich. In der gen Westen angrenzenden und bislang als Lager genutzten eingeschossigen Wursterei befinden sich nun u.a. zwei eingerichtete und technisch ausgestattete Workshop-Räume, die unabhängig gemietet werden können.

Auf der anderen Arealseite expandiert derweil schon der jüngste Kreativpark-Neuzugang: Vanory, zuletzt für ihre raffiniert konstruierten Smart-Home-Leuchten mit einem „German Design Award“ ausgezeichnet. Ende August haben Chris Herbold und Patrick Fomferra im Pferdeschlachthaus gegenüber der Fettschmelze als Ergänzung zum Leuchtenmanufaktur-Atelier in der benachbarten Großmarkthalle feierlich ihren Büro-Showroom eröffnet. -pat

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