Schloss Bruchsal

Stadtleben // Artikel vom 23.06.2010

Das Bruchsaler Schloss, einst Regierungssitz der Speyerer Fürstbischöfe, ist mitten im Wandel.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es nur äußerlich detailgetreu wiederaufgebaut, nun aber soll auch die ursprüngliche Gestalt der Innenräume wiederhergestellt werden. Über dieses Unterfangen informieren Führungen, für die sogar ansonsten verschlossene Türen geöffnet werden – etwa „Von Bruchsal nach Paris und wieder zurück“ am 25.6. im Generaldepot Karlsruhe, wo viele der Möbel und Gemälde des Bruchsaler Schlosses derzeit in optimalem Klima eingelagert werden.

Am 27.6. besteht die Möglichkeit, „zurück in die Zukunft“ zu schauen und Interessantes über den Verlauf der Umbaumaßnahmen zu erfahren. Nicht zuletzt rücken auch ansonsten weniger beachtete Orte außerhalb Bruchsals in den Fokus, die im Zusammenhang mit den Fürstbischöfen von Speyer stehen, so etwa Obergrombach als Grenzfeste und Domizil der Fürstbischöfe (4.7., 13.30 Uhr, Treffpunkt: Obergrombach, Rathausplatz) oder Schloss Kislau und die „Erholung auf dem Lande“ am 10.7., 10.30 Uhr (Anmeldung unbedingt erforderlich!).

Doch zurück zu den Glanzzeiten des Hofes: Wie das Alltagsleben sich hier gestaltete, zeigt eine Familienführung am 20.6., 15 Uhr, mit aufschlussreichen Einblicken in die Sprache und die höfischen Gepflogenheiten, in Nahrungsmittel, Körperpflege und Hygiene. Letzteres wird noch vertieft in der Führung „Auf Messers Schneide“ (11.7.), die sich mit der Medizin und verwandten Themengebieten befasst und einen die Segnungen der modernen Medizin mit ganz anderen Augen sehen lässt. Beschaulicher ist da der abendliche Spaziergang am 3.7. um 19 Uhr, der den Tag mit einer kundigen Führung durch das Schloss und durch Gartenabschnitte verschiedener Epochen ausklingen lässt...

Beginn wenn nicht anders angegeben je 15 Uhr, Info/Anmeldung Service Center Schloss Bruchsal, Tel.: 07222/934 98 81
www.schloss-bruchsal.de

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