„Soforthilfe für Selbstständige und kleine Unternehmen steht bereit“

Stadtleben // Artikel vom 20.03.2020

Der Landtag von Ba-Wü hat in einer Sondersitzung am Do, 19.3. beschlossen, dass die Landesregierung Kredite von bis zu fünf Milliarden Euro zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen aufnehmen darf.

Zusätzlich stehen 1,2 Milliarden Euro aus der Rücklage für Haushaltsrisiken bereit. Die grüngeführte Landesregierung nimmt insbesondere kleinere Unternehmen und Selbstständige in den Blick, die durch unterbrochene Lieferketten, Produktionsstillstand, Quarantänemaßnahmen und Nachfrageausfällen in Folge der Corona-Pandemie unverschuldet in Liquiditätsengpässe kommen.

„Wir haben die Corona-Epidemie als Naturkatastrophe für Baden-Württemberg bewertet. Das gibt uns die Flexibilität von den Vorgaben der Schuldenbremse abzuweichen. So können wir jetzt die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise frühzeitig abzufedern. Mit dem im Soforthilfeprogramm enthaltenen Härtefallfonds können Selbständige und kleine Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, schnell und unbürokratisch einen Direktzuschuss erhalten“, so Alexander Salomon (Grüne), Mitglied des Finanzausschusses.

„Gerade bei uns in Karlsruhe und der Region gibt es viele Selbstständige, Kulturschaffende sowie kleine Unternehmen denen durch die Corona-Krise ihre Einnahmen wegbrechen. Insbesondere in den kulturellen und sozialen Branchen dürfen oder können oftmals keine Rücklagen gebildet werden. Sie müssen jetzt unkompliziert ihre laufenden Kosten abdecken können. Deshalb haben wir den Weg freigemacht für Hilfen, die den dringenden und kurzfristigen Finanzbedarf abdecken. Wichtig ist dabei: Die Zuschüsse aus dem Härtefallfonds müssen nicht zurückgezahlt werden“, ergänzt die kommunalpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ute Leidig.

Darüber hinaus werden für alle Unternehmen die bereits bestehenden Darlehensprogramme als schnelle Liquiditätshilfe angepasst, die Bürgschaftsquote erhöht und ein Beteiligungsfonds eingerichtet. „Diese Maßnahmen werden in Abstimmung und Ergänzung mit den Bundesprogrammen schnell und zielgerichtet wirken“, so die Karlsruher Landtagsabgeordnete weiter. „Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket haben wir die Grundlage geschaffen, um die wirtschaftlichen Folgen für die Betroffenen aufzufangen. Wir lassen mit dem Sofortprogramm niemanden alleine und wir helfen denen, die durch die Corona-Krise in eine Existenzkrise kommen“, versichert Salomon. -ps

Zurück

Einen Kommentar schreiben

WEITERE STADTLEBEN-ARTIKEL



Stadtleben // Tagestipp vom 18.06.2020

Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Corona-Virus verlegt die Messe Karlsruhe das „New Housing – Tiny House Festival“ ins späte Frühjahr 2021.



Stadtleben // Tagestipp vom 25.04.2020

Das für den 25. und 26.4. geplante „Fest der Sinne“ zum Start in den Frühling findet in diesem Jahr nicht statt.





Stadtleben // Tagestipp vom 18.04.2020

Wer den Jahrgang 2019 und die Trends der Pfälzer Weinszene kennenlernen möchte, pilgert nach Speyer.





Stadtleben // Tagestipp vom 31.03.2020

Keine Veranstaltungen, keine Auftritte, keine Einnahmen.





Stadtleben // Tagestipp vom 25.03.2020

Um den Karlsruher Einzelhandel und die Gastronomie während der Corona-Krise zu stärken, haben KME und CIK die Aktion „Dem Corona-Virus trotzen: Gemeinsam stehen wir das durch!“ gestartet.





Stadtleben // Tagestipp vom 25.03.2020

Mit kreativen digitalen und smarten Angeboten überbrückt Karlsruhes Kulturszene den Corona-Shutdown.





Stadtleben // Tagestipp vom 25.03.2020

Wenn bei jedem Onlinekauf eine Spende in die Kasse des Lieblingsvereins fließt, nennt man das Charity-Shopping.





Stadtleben // Tagestipp vom 24.03.2020

Restaurants müssen laut Corona-Verordnung der Landesregierung seit dem 21.3. geschlossen bleiben, der Thekenverkauf zur Mitnahme und Lieferservices sind aber weiterhin erlaubt.