„Super INKA“-Reaktionen & Stadtnews September/Oktober 2018

Stadtleben // Artikel vom 12.09.2018

Super INKA

Schon fast ein wenig ungläubig haben wir während der Sommerpause die Reaktionen auf unsere Zeitungs-Nullnummer Super INKA verfolgt.

Viel Lob und Anregungen statt der eher zu erwartenden Bruddelei. Für uns war es eine sehr schöne Bestätigung unserer „Nebenbeiarbeit“, dass sich so viele Leser (darunter auch Kollegen von Print bis TV) die Mühe gemacht haben, unsere Bleiwüste zu durchkämmen: „Haltung, Inhalt, Textqualität. Ich möchte Ihnen gratulieren und hoffe, dass Sie das durchziehen können. Sie haben mit Ihren Themen Kultur und Städteplanung genau jene beiden getroffen, die der OB in seiner Haushaltsrede geflissentlich ausgespart hat. Das ist ein richtiger Ansatz, den Sie verfolgen. Quasi eine Punktlandung! Allein: Das Interview mit Frau Karmann-Woessner hätte ruhig noch etwas kritischer ausfallen können. Vielleicht können Sie ja den klugen architekturaffinen Zeitgenossen und gebürtigen Karlsruher Andreas Rossmann gewinnen, eine Art Update zu seinem spektakulären Artikel in der FAZ zu schreiben, der vor allem in der Stadtverwaltung so einen Wirbel verursacht hat“, mailte eine Leserin.

Dazu kann man nur sagen: Wir sind schon seit Monaten genau aus diesem Grund in Kontakt. Es sei denn die BNN schnappen uns das Thema jetzt vor der Nase weg. Denn die Freigabe des erwähnten Interviews läuft übers Presseamt, das im schweren Verdacht steht, unser Gespräch mit Stadtplanungs-Chefin Anke Karmann-Woessner prompt der hiesigen Tageszeitung durchgesteckt zu haben. Klare Indizien dafür: Bis zum Erscheinen von Super INKA haben die BNN nahezu alle angesprochenen Aspekte in mehreren langen Artikeln abgearbeitet. Für uns doppelt schwierig, da der vergleichsweise kleine INKA Verlag sich derart aufwendige Recherchen nur dosiert leisten kann. Wie sollten wir so z.B. ein Interview mit dem OB führen? Nur über Stadtphilosophisches sprechen? Mehr zum „Totschlagen durch Assimilieren der Themen“ auf „Super INKA“-Seite 2.

Anderes Beispiel: In den BNN vom 25.8. stopft eine ganze Seite „Streetart in Karlsruhe“ das Sommerloch – samt Aufmacher über Christian „Dome“ Krämer, dessen Alb-Brücken-Graffiti wir schon mehrfach gedruckt und nun dekorativ auch aufs Titelblatt von Super INKA gehievt haben. Geschenkt. Dass uns allerdings der Badische Kunstverein (zumal als Anzeigenkunde) Infos über die Karlsruher Künstler seiner Ausstellungsreihe „49 Grad – Offene Ateliers“ verweigert, weil man einen Exklusiv-Deal mit den BNN geschlossen hat, ist ein gegen jede Pressevielfalt gerichteter Vorgang! Offenbar sieht der BKV nicht, dass INKA seit 14 Jahren einen einzigartig hohen Anteil an völlig unkommerzieller Kunst- und Künstlerförderung betreibt. Aber andererseits ist das ja auch super, wenn die BNN teils undergroundiger daherkommen als wir selbst.

Ein wenig entklüngelt wurde aber auch: Sascha Binoth hat Karlsruhe bekanntlich Richtung Pforzheim verlassen, sein Citymanager-Posten soll ab 2019 wieder besetzt werden, allerdings mit abgespeckter Kompetenz. Dafür ist nun endlich Ex-Gemeinderat Eberhard Fischer am Zug: Der stadtnah agierende – aber auch engagierte – KAL-Lokalpolitiker, Lobbyist und Werbeagentur-Inhaber ist Leiter der neuen Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing (SAM), mit dem das teils umorganisierte Stadtmarketing näher beim OB angesiedelt werden soll. Zuletzt machte er die PR fürs „neue“ Fächerbad, das ja derzeit hohe Wellen schlägt. Wie wir von der Rathauspforte erfuhren, zieht das „alte“ Kulturamt 2019 vom Rathaus ins Gebäude des G. Braun Verlags und wird von der Stabsstelle Fischer ersetzt. Ob der promovierte Chemiker für diesen Posten überhaupt qualifiziert ist, wurde sogar von ka-news.de-Kommentatoren in Frage gestellt. -pat/rw

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