Tipps und Tricks für Karlsruher Studenten

Stadtleben // Artikel vom 10.07.2018

Foto: ©istock.com/PepitoPhotos

Der Sommer hat Einzug in Karlsruhe gehalten, die Sonne lacht und unter das rege Treiben in der Stadt mischen sich mehr und mehr Studenten.

Egal wohin das Auge blickt, in den Cafés schreiben Studenten an ihren Projekt- oder Abschlussarbeiten und in den Parks tummeln sich sowohl Lernende, als auch jene, die bereits ihr Pensum für das Semester geschafft haben.

Tipps fürs stressfreie Schreiben

Hausarbeiten sind die Kür eines Studiums. Für Klausuren wird meist der Stoff eines Faches „bulimie-gelernt“, also auf Krampf so viel Wissen wie möglich vor der Klausur aufgenommen, um es möglichst umfangreich wiederzugeben. Doch spätestens nach den Semesterferien ist ein Großteil des angeeigneten Wissens bereits wieder verpufft. In Hausarbeiten allerdings kann der Student mit seinem gesamten Portfolio glänzen. Vor Beginn einer Hausarbeit sollten sich zuerst die Rahmenbedingungen aufmerksam durchgelesen werden. Diese geben einen Überblick über die groben Anforderungen seitens der Hochschule an die wissenschaftlichen Arbeiten und grenzen den Arbeitsumfang sowie die gestalterischen Richtlinien ein.

Bei der Themenwahl gibt es oft mehr als eine Möglichkeit. Zwar bieten Dozenten mehrere Themenvorschläge an, die zur Inspiration oder gar zur unveränderten Übernahme geeignet sind. Wenn ein Thema gewählt wird, in dem aufgrund des persönlichen Interesses bereits ein gewisser Grundkenntnisstand vorliegt, erleichtert dies die Arbeit u.a. durch ein zu vernachlässigendes Sichten von Literatur, bevor in einem persönlichen Beratungsgespräch der Gliederung und den sich daraus ergebenden Fragen gewidmet wird.

Gute Vorbereitung ist bereits die halbe Miete

Auch bei der Anfertigung von wissenschaftlicher Arbeiten ist - wie bei allen anderen Aufgaben im Leben - eine gewissenhafte Vorbereitung. Grade im Hinblick auf das richtige Zitieren aus Fachliteratur und das dazugehörige Angeben von Quellen, können Studenten sich durch übersichtliche Notizen und eine gute konzeptionelle Struktur einiges an Arbeit und Stress sparen. Denn nichts hemmt den Workflow mehr, als mitten im Schreiben den Faden oder noch schlimmer den Überblick über seinen Inhalt zu verlieren.

Spätestens mit der Anmeldung für die Bearbeitung läuft die Zeit. Wenngleich die Bearbeitungszeit zwischen zwei bis vier Monaten unendlich lang erscheint, sollten feste Schreibzeiten sowie Etappenziele formuliert werden. Dies sorgt dafür, dass auch die umfangreicheren Projekte nicht wie Sisyphusarbeiten wirken, sondern man sich von Gliederungspunkt zu Gliederungspunkt hangeln kann. Denn schon kleine Erfolgsergebnisse sorgen dafür, dass man motivierter bleibt.

Nicht vergessen: die Qualitätskontrolle

Das letzte Wort ist getippt, das Satzende interpunktuell korrekt durch einen Punkt indiziert. Jede Synapse des Hirns ist froh, fertig zu sein. Doch bevor der Laptop zugeklappt oder die Notizen in die unterste Schublade des Schreibtisches verbannt werden, gilt es, sie auf Herz und Nieren zu überprüfen. Dazu sollte sie zunächst Korrekturgelesen werden. Wer im Freundes- und Bekanntenkreis auf keine (semi-)professionellen Lektoren zurückgreifen kann, sollte Kommilitonen um Rat fragen. Je nach Themengebiet kann es auch hilfreich sein, sich mit Außenstehenden auszutauschen. Denn der Tunnelblick, in den man gern während des wissenschaftlichen Arbeitens fällt, führt oft zu logischen Fehlern oder Missinterpretationen, die besonders im Hinblick auf eine gute Note dringlichst verhindert werden sollten.

Nachdem alle Flüchtigkeitsfehler beseitigt und alle Quellenangaben und Anhänge dem gewünschten Universitätsstandard entsprechen, geht es an den letzten Arbeitsschritt: dem Gang in den Copy-Shop. Hier kann ganz nach Geschmack und Anforderungen seitens der Hochschule aus etlichen Kombinationen von Papierart, Farbintensität sowie der Bindung ausgewählt werden. Da zur Abgabe meist mindestens zwei Exemplare in gedruckter Form vorliegen müssen, kann ein Preisvergleich der einzelnen Copy-Shops durchaus lohnen, weil die Preise je nach Lage des Shops (wie beispielsweise direkt im Uni-Viertel) stark schwanken können. Für eine doppelte Ausführung dürfte man unter 30 Euro bezahlen; je nachdem, ob die Arbeit viele Abbildungen wie Grafiken oder Statistiken beinhaltet, kann der heimische Drucker diese Aufgabe ebenso übernehmen und möglicherweise sogar etliches an teurer Tinte sparen.

Und der letzte und wahrscheinlich dankbarste Tipp, den man nach Fertigstellung seiner Thesis beherzigen solltet: Einfach liegen lassen - und nicht mehr anschauen, bis die Note vorliegt! Selbst wenn sich noch kleinere Fehler finden, würde man sich nur unnötig über sie aufregen, denn nach der Abgabe ist ohnehin nichts mehr daran zu ändern. Also nicht allzu selbstkritisch sein und sich lieber nach getaner Arbeit mal auf die Schulter klopfen.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

WEITERE STADTLEBEN-ARTIKEL





Stadtleben // Tagestipp vom 21.09.2018

Wenn die Blaue Stunde schlägt, geht das Einkaufserlebnis in Ettlingens City an diesem Abend erst so richtig los.





Stadtleben // Tagestipp vom 19.09.2018

Auch angesichts der zahlreichen Nachverdichtungs-Proteste weiter Kreise der Bürgergesellschaft haben wir mit unserer „Zeitlupe“ eine tagesaktuelle Stadtnews-Plattform geschaffen.





Stadtleben // Tagestipp vom 17.09.2018

Karlsruhes DeliBurgers sind in aller Munde.





Stadtleben // Tagestipp vom 16.09.2018

Hinter Rawtwist stecken unsere lieben Ex-Nachbarn aus dem mediterranen Innenhof des alten INKA-Büros in der Sophienstraße.





Stadtleben // Tagestipp vom 16.09.2018

Nach unserem Text zu Nachverdichtungen in der Weststadt erreichten uns zahlreiche weitere Infos aus allen möglichen Ecken der Stadt, wo sich engagierte BürgerInnen quer durch die Altersklassen und jenseits von Parteienzugehörigkeiten treffen, zusammenschließen, um zumeist unverhältnismäßige bis krasse ökologische Verwerfungen beim historisch größten „Umbau" der Stadt zu verhindern.





Stadtleben // Tagestipp vom 16.09.2018

Weil die ehrenamtlich tätige Initiative an ihre personelle Grenze gestoßen war, sollte die sechste Auflage des Vorzeige-Stadtteilfests eigentlich die letzte gewesen sein.





Stadtleben // Tagestipp vom 15.09.2018

Die Kombilösung zeigt bei ihren „Baustellen Open“ einmal mehr, was im Underground seit 2010 vor sich gegangen ist.





Stadtleben // Tagestipp vom 15.09.2018

Dass Konsum auch anders geht als auf Kosten von Mensch und Natur, zeigt die deutschlandweite „Faire Woche“, an der sich das bis 2020 vom Verein Trans Fair als „Fairtrade-Stadt“ bestätigte Karlsruhe von Mitte September bis Ende Oktober zum zehnten Mal beteiligt.





Stadtleben // Tagestipp vom 14.09.2018

Das „Gernsbacher Altstadtfest“ lockt alljährlich viele Besucher in das wunderschöne Städtchen an der Murg.