Trend zum positiven Körperbild: Ich will so bleiben wie ich bin

Stadtleben // Artikel vom 26.07.2016

Hier ein Kilo zu viel, da ein Speckröllchen, dem der Kampf angesagt werden soll, und am Bauch könnten es doch noch ein paar Muskeln mehr sein.

In den letzten Jahren hat sich in sozialen Netzwerken wie Instagram ein wahrer Selbstoptimierungswahn gebildet. User posten Vorher-Nachher-Bilder und Fotos ihres gesunden Mittagessens. Gleichzeitig sehen viel Menschen die scheinbar sklavische Selbstoptimierung kritisch und propagieren eine weniger verkrampfte Haltung zum eigenen Körper. Dazu trägt nicht zuletzt der große Erfolg von Plus-Size-Models in der Modebranche bei.

Plus-Size in der Modeindustrie

Schon vor einigen Jahren begann die Modewelt umzudenken; unter anderem, weil sie aufgrund von Magermodels immer wieder in die Kritik geriet. Spätestens seit Kurvenmodel Ashley Graham das Cover der „Sports Illustrated“ zierte, sind Models jenseits von Größe 38 nicht mehr von den Laufstegen wegzudenken. Mittlerweile ist die Liste an erfolgreichen Plus-Size-Models lang. Ob Barbie Ferreira, Tara Lynn, das deutsche Mannequin Angelina Kirsch oder der männliche Vertreter der Plus-Size-Szene Zach Miko: Sie alle bringen frischen Wind in die Modeindustrie und zeigen, dass nicht nur schlanke Models schön sind. Der Erfolg der Plus-Size-Branche hat sogar dazu geführt, dass sich manche Shops auf große Größen spezialisiert haben und modische Kleidung auch für Mollige leicht erhältlich ist. Weitere Nebeneffekte sind ein steigendes Selbstbewusstsein und ein positiveres Körperbild bei kräftigeren Menschen.

Bildrechte: Flickr plus_size_black_dress athriftymrs.com CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Ganz normal: Cellulite und Dehnungsstreifen

Auf Instagram ist durch Hashtags wie #effyourbeautystandards ein regelrechter Hype entstanden. Nutzer präsentieren sich auf dem sozialen Netzwerk so wie sie sind und sind stolz auf ihre Körper: Ob dick, dünn, tätowiert oder gepierct – sie fühlen sich wohl und setzen ein Zeichen, indem sie dem Streben nach dem vermeintlich perfekten Körper die kalte Schulter zeigen. Unter dem Hashtag #loveyourlines zeigen andere ihre Dehnungsstreifen, die man sonst nie auf Modefotos zu sehen bekommt. Dabei sind Dehnungsstreifen ganz normal, haben nichts mit der Körperform oder dem Zustand der Person zu tun und treten nicht nur bei dicken oder schwangeren Frauen auf. Auch Männer und sehr schlanke Frauen zeigen ihre Streifen, machen Mut und vermitteln somit ein positiveres Körperbild. Diese Denkweise wollen auch die erfolgreichen Plus-Size-Models vermitteln und leben sie vor. Barbie Ferreira ist es wichtig, bei ihren Modestrecken nicht retuschiert zu werden, und Ashley Graham steht auf Instagram zu ihrer Cellulite und meint: „Ein bisschen Cellulitis tut niemandem weh. Hört auf, euch selbst zu verurteilen, umarmt die Dinge, die andere hässlich nennen.“

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