Videospiele in Deutschland – großes Wachstum, große Chancen

Stadtleben // Artikel vom 11.05.2016

Die Unternehmensgewinne im Bereich der Mobile- und Online-Games stiegen im vorangegangenen Jahr immens!

Allein im Sektor der App- und In-App-Käufe (also Mikrotransaktionen, um bspw. neue Inhalte in Videospielen freizuschalten) verzeichnete die deutsche Spielebranche ein Umsatzwachstum von über 30 Prozent und verdiente insgesamt 315 Millionen Euro – dieser Trend wird sich vermutlich auch in diesem Jahr weiter fortsetzen. Der Umsatz mag überraschen, wenn man bedenkt, dass viele Onlinespiele komplett kostenlos angeboten werden.

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Geld verdienen viele Entwicklerstudios jedoch inzwischen vor allem über freiwillige In-Game-Käufe, mit denen sich Spieler kleinere Vorteile oder optische Veränderungen ihrer Spielfiguren erkaufen können. Free-To-Play nennt sich dieses Geschäftsmodell, das im Gaming-Bereich große Erfolge feiert. Im Durchschnitt gibt dabei jeder Spieler pro Jahr 76 Euro für diese Spiele aus. Dabei sind einige Spiele erfolgreicher als andere: „Game Of War“ belegt beispielsweise den Spitzenplatz: Durchschnittlich geben die Spieler für dieses Game jährlich knapp 550 Dollar (483 Euro) aus, während die Spieler von „The Sims“ im selben Zeitraum lediglich 38 Dollar (33 Euro) für In-Game-Käufe investieren.

Games aus Karlsruhe

Viele dieser Spiele stammen auch aus Deutschland. Dazu zählen beispielsweise „Goodgame Empire“, „Forge Of Empires“ oder Farmerama“. Spielen lassen sich diese als Apps auf dem Smartphone und Tablet oder über Anbieter wie Browsergames.de auch im Browser des PCs oder Laptops. Die meisten großen deutschen Spieleschmieden sind zwar in Hamburg, Berlin oder München zu finden, doch stammen ein paar erfolgreiche Spieleentwickler und -Publisher auch aus unserer Region!

Einer dieser Publisher ist das Karlsruher Unternehmen Gameforge. Der Anbieter für Online-Games wurde bereits 2003 gegründet und hat seitdem Spiele wie „Aion“, „Tera“ oder „Runes Of Magic“ vertrieben. Mit knapp 450 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 100 Millionen Euro gehört Gameforge damit zu den Global Playern im Gaming-Bereich. Das Unternehmen erwirtschaftet seinen Gewinn fast ausschließlich mit dem Free-To-Play-Geschäftsmodell, in dem über Werbung und freiwillig In-Game-Käufe Geld verdient wird.

Ein weiterer Publisher und auch Entwickler von Online-Games ist Flaregames. Das Karlsruher Start-up wurde 2011 von Gameforge-Gründer Klaas Kerstling ins Leben gerufen und hat seitdem eine rasante Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Innerhalb weniger Jahre stieg der Umsatz des Unternehmens auf über 17 Millionen Euro. Einen großen Teil davon generieren die bisher erfolgreichsten Spiele des Entwicklers: „Royal Revolt“ Teil eins und zwei.

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