Was kostet Ihr Auto?

Stadtleben // Artikel vom 14.12.2018

2017 waren im Regierungsbezirk Karlsruhe mehr als 111.000 Fahrzeuge zugelassen, 15.000 davon im Zulassungsbezirk Karlsruhe.

Egal, ob es sich bei dem eigenen Auto um einen Neuwagen, Jahreswagen oder ein Gebrauchtfahrzeug handelt: Ein Auto kostet Geld, und das nicht nur beim Kauf.

Welche Faktoren beeinflussen die laufenden Kosten Ihres Wagens?

Mit welchen laufenden Kosten für einen Pkw zu rechnen ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Dazu setzen sich die Kosten aus zu vielen Faktoren zusammen, die je nach Fahrzeugmodell und Nutzungsverhalten unterschiedlich hoch ausfallen. Dazu zählen unter anderem die Fahrleistung (wie viele Kilometer pro Jahr Sie fahren), die Benzinkosten (die in Abhängigkeit von der Fahrleistung anfallen) und die Versicherung (Preis abhängig vom Anbieter und dem gewählten Tarif). Allerdings lassen sich bestimmte Mittelwerte errechnen, anhand derer man einen ungefähren Eindruck von den erwartbaren jährlichen Ausgaben für ein Auto bekommt.

Fixkosten

Zu den Fixkosten eines Fahrzeugs, die jeder Autobesitzer zahlen muss, gehören die Kfz-Versicherung und die Kfz-Steuer. Der Versicherungsbeitrag macht einen Großteil der Kosten aus. Jeder Autobesitzer muss mindestens eine Haftpflichtpolice besitzen, diese kann er auf Wunsch noch um eine Teil- oder Vollkaskoversicherung ergänzen. Bei Anbietern wie CosmosDirekt bekommt man eine Autoversicherung im Basispaket für einen Kompaktklasse-Wagen für etwa 373 Euro; Mittelklassefahrzeuge liegen bei einem Jahresbeitrag von circa 495 Euro, SUVs bei circa 355 Euro. Fahranfänger oder Fahrer mit einer niedrigen Schadenfreiheitsklasse müssen mit höheren Beiträgen rechnen.

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Für Fahrzeugbesitzer in Karlsruhe wird zudem die Haftpflichtversicherung 2019 teurer, da sich die Regionalklasse erhöht hat. In der Teil- und Vollkaskoversicherung ist die Einstufung gleich geblieben. Die Kfz-Steuer kostet im Schnitt zwischen 100 und 300 Euro. Sie ist abhängig von Hubraum und Schadstoffausstoß des Wagens. Dieselfahrzeuge sind teurer als Benziner, für Elektroautos wird fast gar keine Kfz-Steuer verlangt. Das ist sicherlich mit ein Grund dafür, warum Elektrofahrzeuge immer beliebter werden; in Karlsruhe fand zu diesem Thema sogar eigens ein Mobilitätstag statt.

Betriebskosten

Auf die Betriebskosten eines Autos entfallen hauptsächlich die Kosten für Kraftstoff. Deren Höhe hängt vom Literpreis, der Fahrleistung und vom Verbrauch des Wagens ab. Geht man von einem Durchschnittspreis von 1,30 Euro pro Liter, einer Fahrleistung von etwa 15.000 Kilometern und einem Verbrauch von sieben Litern pro 100 Kilometer aus, belaufen sich die Ausgaben für Kraftstoff auf 1.365 Euro im Jahr. Zudem kann man pro Jahr pauschal mit 400 Euro rechnen, die für Parkgebühren, Landkarten und Kleinzubehör sowie für Autowäsche und -pflege anfallen.

Wartungskosten

Auspuff, Bremsen und Reifen sind typische Verschleißteile, die nach einem gewissen Zeitraum erneuert werden müssen. Die Kosten für den Austausch variieren je nach Werkstatt, Bauteil (Original- oder Ersatzmarke) und fallen je nach Fahrzeugqualität und Fahrstil selten oder häufiger an. Zu den Wartungskosten zählt auch die turnusmäßige Haupt- und Abgasuntersuchung (HU/AU). Sie kostet in Baden-Württemberg 110 Euro und wird alle zwei Jahre fällig.

Unterm Strich

Rechnet man die durchschnittlichen Preise zusammen, kommt man für einen Kleinstwagen auf etwa 2.500 Euro Gesamtkosten im Jahr. Für einen Wagen der Mittelklasse ist mit etwa 3.000 Euro zu rechnen und für ein Auto der Oberklasse mit circa 4.300 Euro. Nicht berücksichtigt in diesen Zahlen sind der Anschaffungspreis und der Wertverlust. Wenn Sie genau wissen möchten, mit welchen Ausgaben Sie pro Jahr für Ihr Fahrzeug zu rechnen haben, können Sie einen sogenannten Autokostenrechner nutzen oder aktuelle Statistiken einsehen. Beispielsweise bringt der ADAC regelmäßig eine praktische Übersicht der monatlichen Kosten für verschiedene Neuwagenmodelle heraus.

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