Wie kann man sich das Studium finanzieren?

Stadtleben // Artikel vom 30.05.2018

Ein Studium in Deutschland ist vergleichsweise günstig.

Seit die Studiengebühren in allen Bundesländern abgeschafft worden sind, zahlen die deutschen Studenten nur noch einen Semesterbeitrag, der sich aus Verwaltungskosten und Beiträgen für die Studierendenverwaltung sowie dem Semesterticket zusammensetzt. So müssen Studenten hierzulande nur knapp 300 Euro pro Semester bezahlen, während sich die Studenten in anderen Ländern oftmals verschulden müssen, um überhaupt studieren zu können.

Bildrechte: Flickr Tag der offenen Tür 2014 Universität Salzburg (PR) CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Trotzdem geraten viele junge Leute während ihres Studiums in Geldnot, da sie zusätzlich zum Semesterbeitrag ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen - schließlich können nicht alle Studierenden in dem Maße von ihren Eltern unterstützt werden, in dem sie es nötig hätten. Die 13. Studierendensurvey an Universitäten und Hochschulen der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz zeigt auf, dass die persönliche finanzielle Situation für fast die Hälfte aller Studenten den größten Belastungsfaktor während des Studiums darstellt. Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für sie und welche Vor- und Nachteile haben diese?

Stipendien

Nur wenige Studenten haben das Glück, ein Stipendium zu erhalten. Dafür müssen sie sich meist strengen Bewerbungsverfahren unterziehen oder sehr spezifische Kriterien erfüllen. Viele gehen davon aus, dass sie mit mittelmäßigen Noten keine Chance auf eine Förderung haben, und bewerben sich gar nicht erst. Dabei gibt es nicht nur Stipendien, die besonders begabte Abiturienten oder Studierende fördern, sondern auch sozial, politisch oder religiös motivierte Programme.

BAföG

BAföG ist die staatliche Finanzförderung für Studenten aus einkommensschwachen Familien. Seit gut 45 Jahren will der Bund mit dem Finanzierungsprogramm für mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Bildungschancen sorgen. Das Prinzip des BAföGs ist einfach: Die Hälfte des Fördergeldes muss der Student nach Abschluss seines Studiums zurückzahlen, die andere Hälfte bekommt er erlassen. Der aktuelle BAföG-Höchstsatz liegt bei 735 Euro. Viele Studenten wissen jedoch nicht, dass es auch ein elternunabhängiges BAföG gibt. Das kann hauptsächlich bei vorheriger Erwerbstätigkeit oder bei unbekanntem Aufenthaltsort der Eltern beantragt werden.

Nebenjob

Ein Nebenjob ist sicher die anstrengendste Variante. Denn wer neben seinem Studium noch arbeiten geht, hat weniger Zeit für Hausaufgaben, Seminararbeiten & Co. Außerdem gibt es streng geregelte Obergrenzen für steuerfreies Einkommen. So fallen bis zu einer Grenze von 400 Euro pro Monat weder Steuern noch Sozialabgaben an. Studenten, die mehr verdienen, müssen zwar zunächst eine Lohnsteuer zahlen, bekommen diese aber im Regelfall nach Abgabe einer Steuererklärung zurück. Allerdings müssen sie nicht nur Rentenbeiträge zahlen, sondern sich auch selbst versichern, da die Familienversicherung in solchen Fällen nicht mehr gültig ist. Auch die Wochenstundenzahl des Nebenjobs ist wichtig, denn wer mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, erhält keine Vergünstigungen der Sozialversicherungen mehr, da er mehr arbeitet als studiert. Eine interessante Möglichkeit, als Student nebenbei zu jobben, ist eine Tätigkeit als Werkstudent. Dabei kann man seine im Studium erlernten Kompetenzen direkt in der Praxis anwenden. Firma und Studium stehen dabei in einem fachlichen Zusammenhang, und oft ist es möglich, seine Abschlussarbeit mit Unterstützung des Unternehmens zu verfassen.

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