Zwei Jahre nach Hanau

Stadtleben // Artikel vom 19.02.2022

Zwei Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen ermordet wurden, ruft das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) zu einer Gedenk- und Protestaktion auf.

Die Kundgebung soll „an die Ermordeten erinnern und klarmachen, dass diese Tat die Konsequenz von alltäglichem und toleriertem Rassismus ist“.

Von Überlebenden, Angehörigen und weitern UnterstützerInnen wurde dafür die Initiative „19. Februar“ ins Leben gerufen. Das AAKA unterstützt deren diesjährigen Aufruf, dessen zentrale Forderungen sind: „Für angemessene Erinnerung, soziale Gerechtigkeit, lückenlose Aufklärung und politische Konsequenzen.“ und inhaltlich weiter ausführt: „Wir sprechen über das unverzeihliche Fehlverhalten der Sicherheitskräfte in der Tatnacht, über die wiederkehrenden Respektlosigkeiten und herabwürdigenden Gesten von Beamten gegenüber Angehörigen und Überlebenden und selbst gegenüber den Toten. Wir sprechen über den Normalzustand von institutionellem Rassismus.“ Das AAKA ruft „alle auf, mit uns am Samstag in Karlsruhe gegen Rassismus und rechten Terror auf die Straße zu gehen. Schluss damit! Damit wir keine Angst mehr haben müssen, muss es politische Konsequenzen geben. Rassismus, egal in welcher Form, darf nicht mehr geduldet, verharmlost oder ignoriert werden“.

Auch Die Linke macht ihre Position deutlich: „Wir unterstützen die Demonstration und fordern Konsequenzen, denn rechter Terror wird in Deutschland oft verharmlost. Der NSU, die Anschläge in München und Halle, der Mord an Walter Lübcke und schließlich die Morde in Hanau – das zeigt die große Gefahr durch Rechtsterrorismus, dem endlich konsequent begegnet werden muss. Auch zwei Jahre nach dem rassistischem Attentat in Hanau bleiben Trauer und Wut. Wut auch darauf, dass immer noch nicht genug getan wird, auch mit der neuen Regierung, den strukturell rassistischen Verhältnissen in Deutschland aktiv entgegenzuwirken“, so Kreissprecher Michel Brandt. -pat

Sa, 19.2., 14 Uhr, Marktplatz, Karlsruhe

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