9. Karlsruher Krimitage

Wissen & Buch // Artikel vom 24.03.2017

Bernhard Aichner (Foto: Ursula Aichner, www.fotowerk.at)

Jedes Jahr im Frühling tut sich Seltsames in der Kriminalstatistik.

Die Anzahl der schlimmen Verbrechen in Karlsruhe, das sich ansonsten nicht durch überdurchschnittlich viele Vorfälle auszeichnet, schnellt in die Höhe. Noch erstaunlicher: Die allermeisten davon werden aufgeklärt. Und am erstaunlichsten: Niemand tut etwas dagegen. Im Gegenteil – das mörderische Treiben wird sogar offiziell noch unterstützt!

Nur so ist es nämlich möglich, dass bei den „Karlsruher Krimitagen“ viele Veranstaltungen bei freiem Eintritt angeboten werden können. Und Blut fließt natürlich nur auf dem Papier, denn die Einzel- und Serientäter und ihre Opfer sind rein literarische Erfindungen!

Eröffnet werden die neunten „Karlsruher Krimitage“ von Veit Etzold, der im Heizkraftwerk West mit seinem neuesten Thriller ins „Dark Web“ entführt. Außerdem angekündigt ist der „österreichischen Exportschlager der deutschsprachigen Literatur“ Bernhard Aichner im Substage Café mit „Totenrausch“, dem letzten Teil der Trilogie um eine Bestatterin in Nöten. De mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Autor Max Annas taucht „Illegal“ ab, die Bloggerin Melanie Raabe sucht „Die Wahrheit“ im KIT-ITAS, und die Hallenser Ermittler von Stephan Ludwig klären einen Partnerstadt-Fall im Figurentheater Marotte.

Regionales ist natürlich auch vertreten, z.B. mit Wolfgang Burger oder Eva Klingler, und immer wieder macht der Krimi gemeinsame Sache mit der Kulinarik – beispielsweise bei einem Slow-Food-Menü mit Kommissar Hattinger im Restaurant Erasmus. Alle Fälle, alle Ermittler, alle Schauplätze finden sich in unserem Veranstaltungskalender oder im Netz. -bes

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