Bewusster und gesünder ernähren: Wie man schon jetzt mit den guten Vorsätzen anfängt

Wissen & Buch // Artikel vom 01.12.2019

Endlich eröffnen in Karlsruhe wieder die Weihnachtsmärkte!

Glühwein, Christstollen, gebrannte Mandeln: Unzählige Leckereien erwarten uns in der alljährlichen Vorweihnachtszeit. Ob diese unserer Gesundheit schaden, interessiert uns auf dem Weihnachtsmarkt herzlich wenig. Doch ist es Zeit, auf unseren Körper zu hören und uns schon jetzt mit den guten Neujahrsvorsätzen zu beschäftigen?

Zum Ende des Jahres geben viele noch einmal Vollgas. Sei es beruflich oder privat, der Stress steigt ins Unermessliche. Zwischen der Arbeit und dem Besorgen der Weihnachtsgeschenke muss man das Weihnachtsessen und die Silvesterparty planen. Es fehlt die Zeit, sich ausgewogen zu ernähren und auf den eigenen Körper zu achten. Gesundheitliche Beschwerden werden aus Zeitgründen ignoriert und die Genesung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Hauptsache, man funktioniert und kann alle Aufgaben des Alltags bewältigen. Dieses Verhalten schadet uns über kurz oder lang. Dass die Ernährung einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat, wissen wir. Viele versuchen, durch Bücher und Fachartikel herauszufinden, welche Lebensmittel guttun und auf welche man besser verzichten sollte. Doch ist es überhaupt möglich, Fragen zur richtigen Ernährung allgemeingültig zu beantworten?

Unbestritten ist, dass zu viel Zucker und zu viele tierische Fette der Gesundheit erheblich schaden können. Doch auch viele andere Lebensmittel können sich negativ auf Körper und Psyche auswirken. Typische Folgen sind Verdauungsbeschwerden, verminderte Nährstoffaufnahme, Bauchschmerzen oder auch seelische Unausgeglichenheit. Doch ohne konkrete Anhaltspunkte kann man solche Symptome nur schwer einer Ursache zuordnen. Möglicherweise steckt sogar eine bestimmte Lebensmittelunverträglichkeit dahinter.

Der Hauptgrund für solche Unverträglichkeiten und andere körperliche Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel ist denkbar einfach: Jeder Mensch besitzt eine individuelle Darmflora mit einer ganz spezifischen Zusammensetzung von Darmbakterien. Deshalb vertragen wir auch ganz verschiedene Lebensmittel unterschiedlich gut. Hat man Beschwerden, die man keinem Ursprung zuordnen und für die auch der Hausarzt keine Ursache feststellen kann, ist es sinnvoll, seine Darmflora überprüfen zu lassen. So kann man herauszufinden, welche Bakterien den eigenen Darm bevölkern und welche Lebensmittel dementsprechend geeignet sind, um sein Wohlbefinden zu steigern, und welche nicht.

Zu wissen, auf welche Lebensmittel der Körper gut oder schlecht reagiert, ist nicht nur interessant, sondern auch hilfreich für die Umsetzung einer gesunden Lebensweise. Zudem erfährt man etwas über den allgemeinen Zustand seiner Darmflora. Ist diese durch Antibiotika oder schlechte Ernährung ins Ungleichgewicht geraten, kann eine individuelle Darmkur ein wichtiger Schritt zur Besserung sein. Sie sorgt dafür, dass gute Bakterienstämme wiederaufgebaut werden und das Immunsystem gestärkt wird. Langfristig ist es wichtig, die Ursachen der Beschwerden zu bekämpfen, statt nur die Symptome. Mit einer solchen Behandlung schafft man die Voraussetzungen für ein positives Körpergefühl – für eine bewusste und gesunde Ernährung ist man aber selbst verantwortlich.

Der Vorsatz eines gesünderen Lebensstils ist zunächst mit etwas Aufwand verbunden. Schließlich gilt es in vielen Fällen, alte Gewohnheiten zu durchbrechen und neue Sachen auszuprobieren. Wer also auf dem Karlsruher „Christkindlesmarkt“ einfach mal an ein paar Leckereien vorbeigehen kann und dafür woanders zugreift, hat gleich ein besseres Gewissen. Natürlich heißt es nicht, dass man sich in gänzlichem Verzicht üben muss, denn gegen Genuss in Maßen ist nichts einzuwenden – solange die Balance gewahrt bleibt. Nicht über die Stränge zu schlagen, sollte man als Investition in die eigene Zukunft betrachten, die sich früher oder später auszahlt.

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