Die Evolution der Casino-Kultur in den 2000ern

Wissen & Buch // Artikel vom 19.06.2020

Casino (Foto: pixabay.com/photos/cards-blackjack-casino-gambling-1030852)

Es war eine wundersame Entwicklung.

Die Casino-Kultur gerät von einem zwielichtigen Nischenprodukt direkt in den Mainstream. Vor allem Hollywood-Produktionen und der zunehmenden Popularität von Texas Hold’em Poker ist es zu verdanken, dass sich die Casino-Kultur zu einem der Trends dervergangenen Jahre entwickeln konnte.

Glücksspiel als umstrittenes Nischenprodukt

Das Glücksspiel hatte nicht immer eine leichte Zeit. In vielen Ländern war es über viele Jahrzehnte hinweg verboten, Glücksspiele anzubieten. In den 60er und 70er Jahren hatte das Glücksspiel vor allem in den USA ein gewisses Gangster-Image. Städte wie Las Vegas hatten ein berüchtigtes Flair, und trugen nicht gerade dazu bei, dass Glücksspiel positiv in der Gesellschaft wahrgenommen wurde. Dabei war das Glücksspiel schon immer ein Bestandteil der modernen Kultur. Bereits im 19. Jahrhundert spielten reiche und Adelige ebenso wie die Könige auch in Deutschland liebend gerne Roulette und Lotterie; auch in Frankreich und Italien waren ähnlich Entwicklungen zu verzeichnen. Doch immer wieder verhängten Entscheidungsträger Verbote für das Glücksspiel, sodass es sich niemals wirklich gut entwickeln konnte.

Ein Spion ändert alles

Schließlich trat ein Spion auf den Plan und trug indirekt dazu bei, dass das Glücksspiel egal ob im realen Casino oder im Internet enorm an Popularität gewann. Denn niemand geringerer als James Bond wurde gleich in mehreren Filmen am Casino-Tisch bewundert. Ob es um Roulette ging, um Seven-Eleven oder Texas Hold’em Poker war nicht so wichtig. Tatsache war, dass dieser beliebte Held des modernen Kinos Glücksspiele salonfähig gemacht hat. Die Legende James Bond wurde den zahlreichen Casinos gewürdigt. Ein Casino live erleben wurde durch diesen Agenten, der für Großbritannien agierte, zu einer Begehrlichkeit für viele Menschen. Und so kam es dazu, dass Roulette, Blackjack, Poker und andere Glücksspiele von ihrer Reputation her anders wahrgenommen wurden als zuvor.

Poker im Mainstream

Diese Entwicklung führte letztlich dazu, dass Poker heute als Sportart wahrgenommen wird. Längst gibt es große Pokerturniere, bei welchem Millionen von Dollar ausgeschüttet werden. Und Fernsehsender in aller Welt berichten von diesen Veranstaltungen. Liveübertragungen werden von Millionen von Menschen angesehen und die Poker-Profis sind echte Sportstars, die gesponsert werden, ganz ähnlich wie etwa Tennisprofis oder Fußballspieler. Und auch im Internet ist das Online-Casino ein wahrer Trend der vergangenen Jahre. Die Userzahlen steigen kontinuierlich und Spiele wie etwa Slots oder Roulette auf virtueller Basis werden immer beliebter.

Wie es weitergeht

Es ist nicht ganz klar, ob ein Ende des Hypes um Casinos jetzt schon abzusehen ist. Dagegen spricht, dass immer noch viele Länder sehr restriktive Gesetze hinsichtlich des Glücksspiels haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist Deutschland, aber auch Russland und China. Diese großen Märkte warten nach wie vor darauf, vom Glücksspiel erschlossen zu werden. Wenn dies geschehen sollte, ist eine weitere Welle der Popularität zu erwarten. Allerdings ist Glücksspiel bereits jetzt überaus populär. Gerade auch in Deutschland, aber in vielen anderen Ländern ist Glücksspiel heutzutage eine anerkannte Beschäftigung, der Millionen von Menschen bedenkenlos nachgehen können – vorbei die Zeiten, in welchem Glücksspiel nur negativ konnotiert war.

Fazit

Die Evolution des Glücksspiels seit dem Jahr 2000 ist eine spannende Entwicklung. Von einem Nischendasein bis hin in den Mainstream erlebten Fans des Glücksspiels Höhen und Tiefen, so wie es wie es in einem trendigen Segment häufig zu beobachten ist. Den Höhepunkt erreichte das Glücksspiel in Sachen Popularität durch die Filmszenen bei „James Bond“-Movies, aber auch die großen Pokerturniere, die es bis in das Medium Fernsehen geschafft haben. Unterm Strich ergibt sich, dass das Glücksspiel in den vergangenen 20 Jahren enorm an Popularität gewonnen hat. Und das wird vermutlich auch in den kommenden Jahren so weitergehen.

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