Erektile Dysfunktion: Merkmale, Ursachen & Behandlung

Wissen & Buch // Artikel vom 12.07.2022

Paar

Eine erektile Dysfunktion (ED) ist eine männliche Sexualstörung, die durch eine mangelnde Erektion gekennzeichnet ist und daher ihren Namen hat.

Weibliche Sexualstörungen werden hingegen einfach als sexuelle Dysfunktion bezeichnet.

Merkmale der ED

Das wichtigste Merkmal ist die mangelnde Erektionsfähigkeit, die einen normalen Sexualverkehr nicht zulässt. Das bedeutet nicht, dass es keine Ejakulation geben kann. Wenn diese sogar spontan (meist während nächtlicher Träume oder auch beim Masturbieren, aber ohne ausreichende Erektion) auftritt, sind psychische Ursachen für die ED zu vermuten. Dasselbe trifft zu, wenn der Mann beim Aufwachen eine ganz normale Erektion feststellt, die ihm beim Sexualakt nicht möglich ist. Es ist auch möglich, dass der Sexualtrieb über längere Zeit wegen psychischer und/oder körperlicher Leiden erlischt. Wenn ein Mann nur kurzzeitig nicht zur Erektion fähig ist – häufig wegen psychischer Überforderung – spricht man nicht von einer erektilen Dysfunktion.

Ursachen der erektilen Dysfunktion

Die ED kann psychische und organische Ursachen haben. Die psychischen Ursachen können auf einem verkrampften partnerschaftlichen Verhältnis beruhen (sexueller Leistungsdruck) oder durch gänzlich andere Stressoren wie Überarbeitung ausgelöst werden. Die organischen Ursachen sind vielfältig. Es empfiehlt sich, recht schnell einen Urologen aufzusuchen, um sie abzuklären bzw. auszuschließen, denn einige von ihnen sind bedenklich. Möglichkeiten sind:

  • koronare Herzkrankheit
  • Verletzung von Blutgefäßen
  • Diabetes mellitus
  • eine Gefäßanomalie
  • Arteriosklerose
  • Beeinträchtigung durch ein Medikament

Im altersübergreifenden Durchschnitt sind rund 50 Prozent, bei Männern ab dem 50. Lebensjahr rund 80 Prozent aller EDs auf organische Ursachen zurückzuführen. Daher sollten Männer mit diesem Problem nicht aus falscher Scham zögern, den Arzt aufzusuchen. Die betreffende Untersuchung bewahrt sie möglicherweise vor einem Herzinfarkt. Die Ursachen für erektile Dysfunktion können psychischer oder physischer Natur sein. Wenn es physisch ist, kann Cobra 120 mg helfen, erektile Dysfunktion zu behandeln.

Therapie

Wenn organische Ursachen ausgeschlossen wurden, setzt eine Psychotherapie auf Minderung des sexuellen Leistungsdrucks. Das funktioniert am besten in einer harmonischen Partnerschaft. Wenn die Partnerin dem Mann mitteilt, dass es ihr nicht jederzeit auf seine Erektionsfähigkeit ankommt, kann allein diese Versicherung das Problem beheben. Das Paar kann auch verabreden, den vaginalen Sexualakt für eine gewisse Zeit auszusetzen, weil es schließlich genügend andere Möglichkeiten gibt. Schwieriger ist das Beheben von äußeren Stressoren wie Arbeitsdruck oder gar finanziellen Ängsten. Letztere kratzen am Rollenbild des Mannes als „Ernährer und Beschützer“ der Familie. In solchen Fällen muss manchmal dieses Rollenbild psychotherapeutisch korrigiert werden.

Bei organischen Ursachen, die zu einer mangelnden Durchblutung des Penis führen – die Hauptursache bei Männern ab 50 – helfen potenzsteigernde Medikamente wie die rezeptpflichtigen PDE-5-Hemmer. Bekannt und bewährt sind Viagra (Sildenafil), Levitra (Vardenafil), Cialis (Tadalafil) und Spedra (Avanafil). Männer sollten sich hierzu ärztlich beraten lassen und die Mittel keinesfalls überdosieren. Beachten Sie strikt die Packungsbeilage und fragen Sie ansonsten wie üblich Arzt oder Apotheker.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 6.

WEITERE WISSEN & BUCH-ARTIKEL