Karlsruher Literaturtage 2014

Wissen & Buch // Artikel vom 11.09.2014

So wie die ersten „Karlsruher Literaturtage“ 2013 aufhörten, geht deren zweite Auflage weiter: mit einem Poetry Slam.

Das Hauptthema des letzten Jahres wird auch diesmal wieder gepflegt, und zwar zum Auftakt mit einer Begegnung zwischen einst und jetzt. Bei „Dead Or Alive“ im Staatstheater treffen Slam-Legenden wie Lars Ruppel oder Alex Burkhard auf Texte von Kurt Tucholsky, Johann Peter Hebel und Marie Luise Kaschnitz, die von Schauspielern vorgetragen werden (Do, 2.10., 20 Uhr). Anschließend verteilen sich die Veranstaltungen über die ganze Stadt, denn beteiligt sind wieder alle diejenigen Institutionen, die der Literatur das ganze Jahr über ein Zuhause bieten.

Beispielsweise die „Bento Dühne“, die in einem Spezial regionale Schreiber und Gäste aus der Slam-Szene auf die Lese-Bühne bittet (Fr, 3.10., 16 Uhr). Oder das Kohi mit seiner „Lesung Süd“, die bereits ihr fünftes Jubiläum feiern kann – mit einem Auftritt der vier Poeten Nikita Gorbunov, Ken Yamamoto, Harry Kienzler und Theresa Hahl (Foto links), die per Boot von Straßburg nach Mannheim fahren und on the river eine literarische Performance konzipieren (Mo, 6.10., 20 Uhr).

Oder die Lesebühne in der BLB, die „An Wort und Stelle“ die Wortfetzen fliegen lässt; Aaron Schmitt und Stefan Unser begrüßen hierzu Nik Salsflausen und Dominik Erhard (Di, 7.10., 19 Uhr). Auch das Künstlernetzwerk-SW, die Literatenrunde, die Autorenteams „Die Kraniche“ und „DichterAmWort“, die Gedok und die Autorika gestalten die Literaturtage mit; die allgemeinen Vertreter des Wortes, die Bibliotheken und Buchhandlungen, sind ebenfalls mit am Start und natürlich lädt auch die Literarische Gesellschaft zu Lesungen ins Literaturhaus im Prinz-Max-Palais.

Auf und ab geht’s bei der Fahrstuhllesung des Karlsruher Literatur-Automaten-Kollektivs Klak in der HfG (So, 5.10., 18-19 Uhr), und um die Sache rund zu machen, schließen die Literaturtage erneut mit Slam-Poesie: Beim „Boombastic Lyrikwunderland“ treten drei prägende Stimmen des Genres, Bas Böttcher (Berlin), Nora Gomringer (Bamberg) und Dalibor Markovic (Frankfurt), gemeinsam auf (Mi, 8.10., 20.30 Uhr, Jubez). -bes

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