Nachhaltige Mode für Umwelt und Klima

Wissen & Buch // Artikel vom 27.04.2021

Dass die Modeindustrie eine der größten Umweltbelastungen der heutigen Zeit darstellt, weiß man schon lange.

Beim Baumwollanbau eingesetzte Pestizide zerstören die Lebensräume von Tieren und Menschen, giftige Bleichmittel aus der Textilindustrie gelangen häufig ins Grundwasser. Von den katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Fabriken ganz zu schweigen. Dennoch möchten viele Menschen nicht auf regelmäßige Shoppingtrips verzichten. Immerhin zeigen wir durch das, was wir tragen, wer wir sind und was wir repräsentieren möchten. Doch Mode und Klimaschutz müssen sich nicht zwangsweise ausschließen – mit kleinen Veränderungen im Konsumverhalten lässt sich bereits viel bewirken.

Es gibt eine Reihe von Anzeichen und Gütesiegeln, an denen man Nachhaltigkeitslabels erkennen kann. Diese Fair Fashion Labels achten darauf, ressourcenschonend, fair und umweltfreundlich zu produzieren. In der Regel ist nachhaltig produzierte Kleidung etwas teurer als die von konventionellen Marken. Allerdings kann hier kaum die Rede von unangemessen hohen Preisen sein – umgekehrt wird ein Schuh daraus: Fast Fashion ist viel zu günstig. Außerdem lohnt es sich finanziell viel mehr, in wenige, aber dafür qualitativ hochwertige, Kleidungsstücke zu investieren. Werden die dann auch noch repariert und geflickt, statt sich ständig etwas Neues zu kaufen, werden Sie deutlich länger Ihre Freude daran haben. Auch in Bezug auf Ihren CO2-Abdruck ist es ratsam, generell weniger neue Kleidung zu kaufen.

Je weniger neue Kleidung wir kaufen, umso weniger billig produzierte Kleidung muss hergestellt werden. Doch nicht jeder hat die finanziellen Mittel, um in Fair Fashion zu investieren. Second-Hand-Mode ist dann eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative. Die Kleidung, die es bereits gibt, wird auf diese Weise weiter im Umlauf gehalten und so lange getragen, bis es nicht mehr möglich ist. Des einen Fehlkauf ist des anderen neues Lieblingsstück – insbesondere auf Flohmärkten sieht man immer wieder günstige Kleidungsstücke, an denen manchmal sogar noch das Preisschild hängt. Außerdem kann man in Secondhand-Läden oft günstige und hochwertige Vintage-Kleidung entdecken, die sonst niemand hat. Viel spannender als die Sachen von der Stange!

Wer sich unwohl dabei fühlt, von Fremden getragene Kleidung anzuziehen, der kann beispielsweise Kleidertauschpartys mit Freunden organisieren. Nicht nur der Umwelt, auch der Seele tut es gut, in den alljährlichen gründlichen Frühjahrsputz auch den Kleiderschrank mit einzubeziehen. Oft besitzt man schließlich eine ganze Reihe an Kleidungsstücken, die nie getragen werden. Diese bringen Sie dann zur Kleidertauschparty einfach mit und verlassen den Abend im Idealfall mit ein paar „neuen gebrauchten“ Sachen.

In den vergangenen Jahren kam Mikroplastik immer wieder in die Schlagzeilen. Die meisten synthetischen Fasern in der Kleidung sind aus gesundheitlicher und ökologischer Sicht höchst bedenklich: Nicht nur atmen wir sie über die Luft ein, sie geraten über die Waschmaschine auch schnell ins Grundwasser. Glücklicherweise kann man mit etwas Aufmerksamkeit Mikroplastik in der Kleidung erkennen und vermeiden. Die bessere Wahl sind natürliche Fasern wie Baumwolle, Hanf, Wolle oder Leinen. Heutzutage gibt es fast jedes Kleidungsstück in einer naturfreundlichen Alternative. Auch hierbei kommt es allerdings darauf an, dass die Fasern unter ökologischen Standards und unter Einsatz möglichst weniger Chemikalien produziert worden sind.

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