Online-Casinos, Filme & mehr: Azteken in der heutigen Gesellschaft

Wissen & Buch // Artikel vom 19.04.2021

Azteken (Foto: Pexels)

Es gibt Kulturen von vor vielen hundert oder gar mehreren tausend Jahren, die ihre Spuren hinterlassen haben.

Teilweise sind es Gepflogenheiten, die sich bis in jene Zeit zurückverfolgen lassen; teilweise gibt es aber auch handfeste Hinweise darauf, wie die Dinge früher ausgesehen haben. So ist beispielsweise der Templo Mayor aus dem 14. Jahrhundert in Mexiko-City zumindest teilweise noch zu besichtigen. Zudem findet man die Azteken wie auch andere alte Hochkulturen immer wieder in diversen Bereichen der modernen Kultur.

Spielerische Ansätze

Einer der Bereiche, in denen die Azteken ihr Leben und ihre Errungenschaften gerne als Thema herangezogen werden, sind Spiel-Websites. Während es auf einigen Sites einfach ein paar Spiele mit dem entsprechenden Hintergrund gibt, findet man beispielsweise mit dem Online-Casino wazamba.com gleich eine ganze Site voller aztekischer Figuren mit ihren markanten Masken vor. Was auf den ersten Blick wie Karneval aussieht, hat in der Tat einen tieferen historischen Bezugspunkt.

Zu den Spielen, in denen die Hochkultur im heutigen Mexiko eine große Rolle einnimmt, zählt auch „Minecraft“. Bei diesem Spiel geht es primär darum, aus würfelförmigen Blöcken Objekte zu formen – z.B. einen monumentalen Tempel, wie es sie bei den Azteken in großer Zahl gab. Der Spieler hat dabei aber gleichzeitig auch die Aufgabe, die erstellten Objekte zu schützen und zu verteidigen.

Wer lieber in die Rolle des Jägers schlüpft, als selber gejagt zu werden, kann sich bei „Shadow Of The Tomb Raider“ selber auf die Jagd nach Grabschätzen machen. In der Rolle von Lara Croft können die Spieler dabei versuchen, den von Lara ausgelösten Weltuntergang in letzter Sekunde doch noch zu verhindern. Dabei gilt es für die Spieler in Paititi, einer Stadt in Peru, verschiedenste Rätsel zu lösen. Unter www.gamestar.de findet man eine ausführliche Rezension dieses Spiels. Wer lieber Filme schaut, geht auch nicht leer aus, da die Kult-Spielreihe verfilmt wurde. 2001 schlüpfte Angelina Jolie zum ersten Mal in die Rolle der britischen Archäologin. Zwei Jahre darauf kam die Fortsetzung in die Kinos, in der Lara Croft alles daran setzte, das Öffnen der Büchse der Pandora zu verhindern. Aufgrund des Erfolgs der ersten beiden Filme entschied sich Warner Bros. ein Reboot zu produzieren. Die schwedische Schauspielerin Alicia Vikander übernahm 2018 die Hauptrolle, in der sie als Lara Croft versucht, mehr über den Tod ihres Vaters herauszufinden und sich dadurch in gefährliche Abenteuer stürzt.

Aztekische Relikte in Süddeutschland

Einige Erinnerungen an die Zeit der Azteken sind im Rahmen von Ausstellungen in Museen auch schon nach Deutschland gekommen. In Stuttgart war 2019 und 2020 eine Sonderausstellung im unter www.lindenmuseum.de erreichbaren Linden-Museum zu sehen, die sich mit dem Leben der Azteken zur Zeit der Landung von Hernán Cortés befasste. Die Ausstellungsstücke stammten dabei zum Teil aus anderen historischen Museen in Deutschland, teilweise aber auch aus dem Ausland, beispielsweise dem Musée Royal d'Art et de Histoire in Brüssel und dem dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen.

Zu den gezeigten Stücken gehörten etliche Skulpturen aus Stein. Selbst von den Ausgrabungen am Templo Mayor in der Hauptstadt Mexikos waren einige Stücke zu sehen. Es handelte sich dabei um Opfergaben, die den Göttern überlassen worden waren. Die Azteken glaubten, so den Fortbestand ihres Reiches und des Lebens allgemein garantieren zu können. Insgesamt waren von Oktober 2019 bis Mitte August 2020 rund 250 Ausstellungsstücke im Linden-Museum zu sehen.

Einige der Exponate, die in Stuttgart ausgestellt waren, gehören zur Sammlung der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Die Doppelausgusskanne mit einer mythischen Kombination aus Mensch und Tier als Verzierung oder die diversen Steinskulpturen sind dort nicht ständig ausgestellt. Vielmehr gehen sie immer wieder auf Reisen, um im Rahmen von Sonderausstellungen präsentiert zu werden. So erhält immer wieder neues Publikum die Gelegenheit, etwas davon mitzubekommen, wie vor einigen hundert Jahren die Azteken zu leben pflegten.

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