Qualitätswein muss besondere Anforderungen erfüllen

Wissen & Buch // Artikel vom 22.08.2019

Bild von congerdesign auf Pixabay

Wein gehört zu den beliebtesten Spirituosen in Deutschland.

Er wird gern zum Essen gereicht, dient aber auch am Abend der Entspannung. Weltweit gibt es eine Vielzahl verschiedener Weinsorten. Sehr beliebt ist der sogenannte Qualitätswein, der sich in seiner Zusammensetzung noch einmal deutlich von Tafel- und Landwein unterscheidet. Bevor ein Wein als Qualitätswein ausgewiesen wird, müssen die Winzer nachweisen, dass er die in Deutschland geltenden Mindestanforderungen für diese Weinart erfüllt. Diese wurden vom Gesetzgeber festgelegt, um sicherzustellen, dass die Bezeichnung nicht fälschlicherweise verwendet wird.

Unterscheidung der verschiedenen Qualitätsweine

Hierzulande werden die Qualitätsweine in zwei Gruppen gegliedert: Zum einen gibt es den Prädikatswein, der mit dem Kürzel QmP versehen ist und zum anderen den QbA-Wein. Dieser Wein stammt aus verschiedenen Anbaugebieten. Bei den beiden Qualitätsweinarten wird mit einem unterschiedlichen Mindest-Mostgewicht gearbeitet. Weiterhin beziehen sich bei den Qualitätsweinen die Anforderungen auf die verwendete Rebsorte und die Art der Weinlese. Die Winzer müssen sich bereits beim Anbau des Weins an die strengen Anforderungen halten, um die hohe Qualitätsstufe, die von diesem Wein gefordert wird, sicherstellen zu können. Bevor ein Tropfen als Qualitätswein ausgewiesen werden darf, muss er eine sogenannte Qualitätsweinprüfung bestehen. Hier werden unter anderem die vorhandenen Höchst- und Mindestwerte mit den grundlegenden Kriterien abgeglichen. Während Land- und Tafelweine aus Trauben hergestellt werden können, die aus verschiedenen Anbaugebieten stammen, ist das bei ausgewiesenem Qualitätswein ausgeschlossen. Hier dürfen ausschließlich Trauben aus einem Anbaugebiet für die Weinherstellung verwendet werden, wobei dieses auch für den Anbau des Qualitätsweins zugelassen sein muss.

Mostgewicht macht den Unterschied

Das Lesegut kann natürlich auch bei den Anbaugebieten, die für den Qualitätswein zugelassen sind, unterschiedliche Qualitätsmerkmale aufweisen. Entscheidend ist immer, dass es zumindest die Mindestanforderungen erfüllt, die für das Mostgewicht festgelegt wurden. Aufgrund der Unterschiede beim Mostgewicht ist der Prädikatswein auch aus qualitativer Sicht dem Qualitätswein prinzipiell überlegen. Zum Prädikatswein gehört neben dem Eiswein und der Spätlese auch der klassische Kabinett. Der Kabinettwein wird sehr gern passend zum Essen serviert, wobei es diesen sowohl als Weiß- als auch als Rotwein gibt.

Typisch ist der angenehm leichte, aber auch feine Geschmack. Der Alkoholgehalt des Kabinettweins ist ein bisschen geringer als bei den anderen Weinsorten, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Damit jeder auf seine Kosten kommt, gibt es den Qualitätswein in verschiedenen Süßegraden. Die süßeste Variante ist an dieser Stelle der liebliche Wein, der einen hohen Restzuckergehalt hat. Daneben gibt es den Kabinettwein als trockene und halbtrockene Varianten. Wie der einfache Qualitätswein darf übrigens auch der Kabinettwein nur aus Rebsorten hergestellt werden, die für diesen Wein zugelassen sind.

Zudem müssen die Anbaugebiete als solche ausgewiesen sein. Die meisten Kabinettweine müssen nur ein Mostgewicht von wenigstens 73 Grad Oechsle aufweisen. Eine Ausnahme bilden hier alle Weine, die aus Baden stammen, für die strengere Ausführungen gelten. Hier wird ein Mindestmostgewicht von 76 bis 85 Grad Oechsle gefordert. Die Höhe des Mostgewichts hat bei jedem Wein übrigens direkten Einfluss auf den Geschmack, denn dadurch ist der Anteil der gelösten Stoffe, bei denen es sich vorrangig um Zucker handelt, umso höher.

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